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18.2.2007 von ideesamkeit.
Man kann ja von Worterfindungen halten, was man will. Wer braucht sowas? Gefragt ist, was Hand und Fuß hat.
Wobei - ein Bauchbewohner oder Bauchmensch hat durchaus Hand und Fuß. Und ein Bebio wird zumindest mal Hand und Fuß haben, auch wenn man ihm das bisher noch nicht ansieht.
Bisher nennt sich das Bebio in unserer Sprache schlicht Embryo; und ab einem Alter von drei Schwangerschaftsmonaten Fötus. Das klingt wie ein Fremdwort. Ist es ja auch ;-). Es klingt jedoch auch wie ein Fremdkörper. Lassen Sie sich die Mehrzahl von Embryo mal auf der Zunge zergehen: die Em-bry-ooo-nen. Das Wort klingt fast wie ein technisches Ersatzteil.
Nu hat aber der Fötus tatsächlich Hand und Fuß, ist also ein Mensch - auch wenn er sich noch im Bauch befindet: ein Bauchmensch oder Bauchbewohner. Und das Embryo ist auch ein Mensch. Im Vergleich zum Bauchmenschen sozusagen noch ein Bebi. Also kein technisches Ein- und Ausbauteil, wie die Bezeichnung “der Embryo” nahelegen könnte - sondern eher ein … Bebio.
Bauchbewohner, der: schon vorhandener Ausdruck für “Kind im Bauch” (Fötus und Embryo)
Bauchmensch, der: Fötus
Bebio, das: Embryo
Ich finde, an der Stelle macht ne neue Worterfindung auf jeden Fall Sinn. Weil ein neues Wort auch sprachlich rüberbringen könnte, dass Fötus und Embryo nicht nur irgend”was” sind, sondern dass das Lebewesen im Bauch ein Bebi ist - nur halt vor der Geburt. Und ab einem gewissen Schwangerschaftsalter auch ein Bebi mit Hand und Fuß.
Ideesamkeit
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Nachtrag:
Das Thema ist umfangreicher, als gedacht *g* (fast ne eigene Kategorie).
Zuerst einmal: Es scheint schon einen umfangreichen Wortschatz für das Kind vor der Geburt zu geben (danke an alle Hinweise).
der Bauchbewohner
beispielsweise, der als Begriff dem Wort “Bauchmensch” (als Neubedeutung) noch um eine Nase voraus ist.
Ansonsten beweisen werdende Eltern viel Einfallsamkeit bei der Auswahl der Kosenamen:
Damit nicht genug.
Wussten Sie, dass es für die Kinder im Bauch sogar Arbeitstitel gibt?
Berthold, Heinrich, und weitere ältere Namen. In Google ließ sich zudem noch Karl-Käthe ausmachen - man beachte die Ungewissheit ob Karl oder Käte.
Alle Achtung! Das da so viele Wörter den Wortschatz bereichern, hätte ich nicht gedacht.
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Fragen Sie Ihr Ohr:
Was mit Embryonen sprachlich alles geht …
Während sich der Wortmangel für den Sprachschatz werdender Eltern wohl mit der obigen Liste von selbst erledigt hätte, könnte der neutrale, fachliche und wissenschaftliche Sprachschatz möglicherweise noch das eine oder andere wort gebrauchen (oder vielleicht auch einfach den Bauchbewohner als Fachbegriff übernehmen).
“Embryo und Fötus sind gängige medizinische bzw. biologischen Fachbegriffe - wie für andere Lebewesen auch.” (nicht-wörtliches Zitat)
Von den Fachbegriffen her okee.
Es ist vielleicht nochmal ein Unterschied, ob man sich sowieso auf das Kind freut (dann heißt’s wahrscheilich auch nicht lange Fötus ;-), ob der Arzt es untraschalluntersucht (eher sachlich: Fötus) oder ob man z. B. von Embryonenforschung spricht.
Beim letzteren, find ich, klingt’s irgendwie harmlos bis beschönigend (auf die Spitze beschönigt in der Zusammenstellung: “verbrauchende Embryonenforschung”).
Von daher wäre, denke ich, ein nicht so abstrakter Begriff fürs Kind im Bauch ganz gut, damit das Wort an sich drauf hinweist, dass der Bauchbewohner oder Bauchmensch schon ein Mensch ist.
Stellen Sie sich einmal (oder auch lieber nicht) den Begriff: “verbrauchende Kindforschung” vor. Das geht nicht! Da würde es aufgrund des Wortes schon einen berechtigten Aufschrei geben - weil es etwas (zu) deutlich ist.
Bei verbrauchender Embryonenforschung geht das. Bis Ohr und Gehirnwindungen das Wort in seine reale Bedeutung übersetzt haben, hat man es schon längst zu den Akten gelegt.
Daher wär auch für den neutralen und wissenschaftlichen Bereich, ein Wort gut, dass man “nicht ganz so leicht” zweckentfremden kann wie “die Embryonen”.
Geschrieben in Glaube & Co., Sprachliches, Mitmach-Wörterbuch, Allgemein | 1 Kommentar »