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Frommer Schamanismus?

Der Ausdruck ist ja ein Widerspruch in sich: fromm (im Süddeutschen noch positiv belegt: christlich, zu Jesus gehörend) und Schamanismus (was weniger mit Gott zu tun hat, um nicht zu sagen: den Kontakt mit gegengöttlichen Mächten sucht).

Möglicherweise schleusen sich solche Dinge, die nicht mit dem christlichen Glauben zusammengehen, mancherorts in Christentum und Gemeinden ein. Das legt zumindest ein Artikel nahe, den ich kürzlich entdeckt habe (Quelle folgt unten). Demnach erinnerten einige Phänomene, die in manchen christlichen Bereichen in sind oder im Kommen sind - wie z. B. die sogenannten “innere Heilung” oder die Visualisierung Jesu eher an Praktiken aus Schamanismus und Magie denn an das christliche Evangelium.

Interessant, finde ich. Zumindest Elemente wie die “Visualisierung  Jesu” (Stell dir Jesus in Gedanken vor, spür, wie er dich anlächelt, …) ist mir auch schonmal in christlichen Kreisen begegnet - vielleicht geht sie in die oben erwähnte Richtung.

Ebenfalls bemerkenswert der Hinweis, der eher psychologische Themen betrifft, und den ich andernorts auch schon gehört habe: C. G. Jung, der ja gerne mal bei den Urvätern der Psychologie erwähnt wird, war Spiritist - also kam eher aus der teuflischen denn aus der christlichen Richtung. Laut des oben erwähnten Artikels soll er sogar einen “Kontrollgeist” namens “Philemon” gehabt haben, der “für ihn so real wie ein Wesen aus Fleisch und Blut” gewesen sei.
Nun ja, da ich ähnliches auch schon aus anderen Quellen gehört habe: Diese Hintergründe sollte man vielleicht mit bedenken, wenn man C. G. Jung mit zu den Grundlagen von Fachwissen oder -handeln im christlichen Rahmen dazutut. (Ich glaub, Jung wird öfters mal mit erwähnt.)

Der Artikel ist, denke ich, zumindest bedenkenswert. (Ich hoffe, es gehen bei niemandem die Schallosien* runter, wenn ich jetzt die Quelle nenne ;-)). Entdeckt habe ich den Artikel in “BWL - Regionale Informationen. Bekenntnisbewegung kein anders Evangelium. Westfalen-Lippe.” Mai 2007. S. 17-25.

Abzurufen ist die Datei aber auch direkt auf der Seite des Verfassers, Alexander Seibel, als PDF auf alexanderseibel.de.

Ich garantiere nicht für alle Inhalte der Gesamtseite ;-), denke aber, der Artikel ist nachdenkenswert.

Wer darüber hinaus noch Stoff zum Nachdenken, zur Diskussion sucht, schaue sich auf der Unterseite “Zur Person” um. Aber die PDF an sich ist auch schon lang genug

* spezielle Rechtschreibung von Ideesamkeit - so wird das Wort ja schließlich (je nach Region) ausgesprochen.

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