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Archive für 15.3.2008

Komputer-Unsinn

Computer-Unsinn

Mannomann! Was ist denn jetzt ein Unterstützungsaufstellungsort? Kann mir das mal jemand übersetzen? Iese ganzen neumodischen Computer-Fachbegriffe! Iese? Welcher Anschluss bitte? Datt steht gar nicht im PC-Lexikon drinne. Aba is auch egal. Verstehen tuich bei der Programm-Info sowieso nix. Immerhin das Wort reckless hab ich gefunden, im Englisch-Wörterbuch: unbekümmert, rücksichtslos, leichtsinnig. In der Tat. Aber das bezieht sich wohl weniger auf die Benutzer, als vielmehr auf die reichlich unbekümmerte Übersetzung der Programm-Infos.
Da hilft glaubich nur noch eines: Oben im Menü den Punkt “Change Language” anklicken.  Mal sehen, was für ein reckless Sprachwirrwarr dann kommt …

Entdeckt von: Freileit
Kommentiert von: Ideesamkeit

Noch einen Unfug (zu Windows)  finden Sie hier …
Bild weiter unten auf der Seite. (Die Rubriek selber erscheint grad im Baustellenformat.)


Sümpfonie & die korrekte Schreibung

Hallo erstmal. Dieser Beitrag wird grad angelegt und nach und nach überarbeitet. Hier geht’s um korrekte - genauer: ausspracherichtige Schreibung:

Quelle für Worthäufigkeiten: Google-Suche. Nur grob geschätzt, da auch viele Eigennamen usw. mit in den eGebnissen (Ergebnissen einer Suchanfrage) auftauchen. Jeweils “Seiten auf Deutsch” und ohne die Treffer auf www.ideesamkeit.de.


Ph -> Pf/ F, ph -> f … und y -> i/ü

Pfosfor - nur 6x aussprachegemäßen Schreibung  in Google (Stand 16.3.08) - 1.280.000-mal in der herkömmlichen Schreibweise Pehaospehaor … Phosphor.Sinfonie - 2.760.000x und damit schon klar vor der althergebrachten Süppsilonnmpehaonie (Symphonie) mit 1.880.000 Treffern.
Sinnfonie - immerhin 12.800x: eine Sinnfonie, die Sinn macht.
Sümpfonie - mit 37x viel zu selten: So wird das Wort auch korrekterweise im Räpp vom Wotz (einem Stück aus einem Kinder-Mjusickel) geschrieben: 
Symphonie - noch 1.880.000x - obwohl man das doch gar nicht Süppsilonnmpehaonie schreibt.

Pulfer - das Wort Pulfer scheint in der korrekten Schreibweise in der Google-Suche hauptsächlich als Eigenname aufzutauchen. Pulver - mit v - findet sich 28.300-mal. In Zusammensetzungen lässt sich die aussprachegemäße Schreibung jedoch (schneller) finden:
Pulferbeschichtung - 37x. Pulverbeschichtung: 351.000x
Schießpulfer - 17x. Schießpulver: 54.100x

ß/ss - der feine Unterschied
Bei der Gelegenheit: Es ist gar nicht so unerheblich, welche Wörter man mit ß und welche man mit Doppel-S schreibt. Sicher, dass sich Fussball - mit Doppel-S  geschrieben - mit einem kurzem -u- spricht, fällt nicht jedem gleich auf. Das Fuss- müsste dann gesprochen werden wie in “Fusseln” (nicht lang wie in Fusel). Aber egal. Das fällt eh fast niemandem mehr auf.
Bei dem oben erwähntem Schießpulfer ist das ß aber von enormer Bedeutung! Schießpulfer ist laut wikipedia (de.wikipedia.org/wiki/Schießpulver“ein Treibmittel für Feuerwaffen und Feststoffraketen”.
Schisspulfer (bzw. Schisspulver) - mit zwei S - wie es immerhin 25x im Webb auftaucht - mag auch ein “Treibmittel für Feuerwaffen und Feststoffraketen” sein - aber in völlig anderer Hinsicht als das Schießpulfer mit ß. ;-)

Daher sicherheitshalber der Hinweis:
Nach langen Selbstlauten (z.B. in Fuuuuß, Grüüße, süüüß, Fuuußball,Maaaße, Maaaß) und Zwielauten (Doppelselbstlauten) (z. B. in Fleiß) schreibt man immer ß (nicht ss). Bei kurzen Selbstlauten (Kuss,Stuss, Fass, Masse) stets Doppel-S (kein ß).

Weiter geht’s:

Hüroglüfen: 66 x. Die agiptischen Zeichen aus den Püramieden (Ich hoffe, Ihr Rechner stürzt bei so vielen Üs und Is statt dudengenehmen Üpsilönnern nicht ab.) Hüroglüfen ist zweifelsfrei etwas norddeutsch angehaucht, da in einigen Gegenden auch ürgendwo eher mit ü- als mit i- gesprochen wird.
Hieroglüfen (9x) ist natürlich auch korrekt. Die Form
Hieroglyphen ist mit 216.000Treffern (19.03.08) zwar die häufigste, aber von der Schreibung her und aussprachemäßig noch auf den Stand der alten Römer und Griechen.

Ch -> Sch

Schallosie - trotz nur 40 Treffern die von Ideesamkeit.de empfohlene Schreibweise. Schließlich erzeugt die Schallosie ja eine gewissen Menge an Schall, wenn man sie etwas schneller runterlässt. Und warum wir außerhalb des Französischunterrichts Ja… und dann ein ou schreiben sollen (Jalousie 634.000x), obwohl wir Scha… und bloß -u- sprechen, ist nicht ganz einleuchtend.
Schallusie - 1280x. Die Ausprache von Fremdwörtern kann natürlich immer etwas variieren. Für die Fassung mit -u- entscheiden sich laut Internet-Ergebnis immerhin 1280 Einträge, einschließlich einer Köllner Akapella-Formation.
Schallousie - 26x - ist mit Sch… und -ou- nicht ganz folgerichtig, aber schon mal ein Anfang.
 
Sk (wie sch gesprochen) -> Sch

Schi, der, Mz: die Schier - Ganze 2.03 Mio-mal sind die Schier mit “Sch” auf deutschsprachigen Seiten in der Googel-Suchmaschine zu finden, und damit mehr als dreimal sooft wie die herkömmliche skandinavische Schreibweise mit “Sk” (Ski - 657.000-mal, Stand 03.08). Eigentlich logisch - zumindest wenn man von der Aussprache ausgeht. Auch der derzeitige Duden (Band 1, 24. Aufl., Mannheim 2006.) erlaubt die Schreibweise mit Sch und zählt, neben den Ski-Varianten folgende Schreibungen auf:
Schi, Mz.: die Schier
Schibob - da fehlt noch das zweite b: Schibobb
Schifahrer(in)
Schifliegen
Schiflug
Schigebiet
Schigymnastik
Schihaserl - “junge Änfängerin im” Schilaufen
Schijöring - Schilauf “mit Pferde- oder Motorradvorspann”
Schikurs
Schilaufen
Schiläufer
Schilehrer
Schilift
Schipass
Schipiste
Schisport
Schispringer
Schisprung
Schispur
Schistifel
Schiwachs
Schiwandern
Schiwasser
Schizirkus (Süstem von Schiliften)

Ski - 657.000-mal (03.08, Seiten auf Deutsch)

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