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23.6.2008 von ideesamkeit.
“Wieso lernen Menschen nicht aus der Geschichte? Sind die Menschen im Grunde ihres Charakters und ihres Daseins noch genau die Menschen von damals?” (Frage aus einem Forum)
Jepp, die Menschen ändern sich im Grunde genommen nicht.
Klar, es gibt viel Gutes. Gemeinschaftssinn, Hilfaktionen, … Es gibt aber auch genausoviel Schlechtes: Betrug, Krieg, …
Guck dir die typischen Themen an: Liebe, Feiern, Geburt, usw. auf der einen Seite und Eifersucht, Neid, Krieg, … auf der anderen. Das ist in jeder Geburtlerschaft (Generation ;-) ) das Gleiche. Jut, wir habe gerade eine Friedenszeit - Gott sei Dank!
Über Tausende von Jahren ändert sich aber nicht so wahnsinnig viel. Oder gar nichts? Die Technik ist besser als vor tausend Jahren. Die technischen und andere Erfahrungen sind mehr geworden. Aber der Mensch, der das alles nutzt und weiterentwickelt, bleibt der Gleiche.
Als weiterer Grund kommt vielleicht dazu, dass wir uns nicht immer die Mühe machen, aus der Geschichte und von den Erfahrungen der Eltern und Großeltern zu lernen. Aber selbst wenn: Bestimmte Dinge wiederholen sich einfach - siehe oben.
Kennste Kain und Abel? Der Erstgenannte, Kain, hat seinen Bruder schon vor xxxx Jahren erschlagen. Heute geht das technisch ausgereifter oder mitunter kombiniert mit Gewalt in Fußballstadien oder auf dem Land, führt aber immer noch zum gleichen Ergebnis.
Du gehst davon aus, dass sich der Mensch vom Charakter her weiterentwickeln kann - hin zum Guten? Wenn das möglich ist, dann in sehr engen Grenzen. Grundlegende, dauerhafte Fortschritte hat es aus menschlicher Kraft mehr oder weniger nicht gegeben. (Im Ganzen und von Friedenszeiten abgesehen: Kriege, Mord und Totschlag gibt es seit Tausenden von Jahren immer noch - trotz aller Friedensbemühungen und Auf- oder Abrüstung).
Das hängt damit zusammen, dass wir Menschen seit dem Aufstand gegen Gott (dem Sündenfall im Paradies) einfach vom Charakter und Verhalten her nicht mehr grundsätzlich gut und perfekt sind, sondern auch böse.
Wenn du nen Menschen möchtest, der sich nicht nur von den technischen Errungenschaften, Bauten, Raumfahrt und anderen Erfindungen her weiterentwickelt, sondern auch vom grundlegenden Charakter oder Dasein her, dann brauchst du im Grunde genommen einen ganz neuen Menschen. (Ich red jetzt nicht davon, charakterlich an sich zu arbeiten. Das ist in gewissen Grenzen möglich. Aber es ändert nicht den Menschen an sich.)
Kleines Problem: Ein ganz neuer Mensch werden - das geht überhaupt nicht. Solch eine Entwicklung ist unmöglich.
Einzige Ausnahme: Du wendest dich an den, der den Menschen entworfen und umgesetzt (sprich: gemacht) hat: Das ist Jesus, der Sohn von Gott. Der ist der Einzige, der Menschen neu machen kann und ihnen sogar ein “neues Herz” gibt. In dem Fall nicht biologisch-medizinisch, sondern Herz als das, was das Denken und Tun steuert.
Auf dem Weg, wenn Menschen sich von Jesus ein “neues Herz” geben lassen, d. h. ihn den Ton im eigenen Leben angeben lassen, erhältst du nen neuen Menschen.
Jepp, der Mensch an sich ist immer noch der Alte (sieht genauso aus). Aber er hat einen neuen Tonangeber für sein Denken und Handeln. Ein “neues Herz”, dass einfach anders tickt als das alte.
Das wirkt sich auf den ganzen Menschen aus, und er kann lernen. Nicht in erster Linie aus der Geschichte, sondern direkt von Gott. Z. B. aus der Bibel. Und zugleich durch Gottes Heiligen Geist (so etwas wie die Funkverbindung zu Gott, wenn man das so sagen kann).
Und Gott weist darauf hin, dass beispielsweise Mord und Totschlag oder auch einfach Diebstahl und Betrug nicht in seinem Sinne sind.
Da lernt der Mensch dann direkt von Gott.
Stichwort *lernen*: Den meisten wird nicht entgangen sein, dass Leute, die Gott bzw. Jesus gehören, Christen, sich auch allerhand Fehler “leisten” und mitunter den Eindruck machen, sie hätten ebenfalls weder aus der Geschichte noch von Gott etwas gelernt. Der Eindruck kommt leider hin und wieder hin.
Das “neue Herz”, der “neue Mensch” wirkt sich aus - aber der “alte Mensch” ist auch noch dabei. Daher können auch Menschen, die Jesus als Tonangeber haben, sich diesem Tonangeber entziehen und Unrecht begehen. Das läuft beides ineinander und ist ein bisschen verwirrend - wie höhere Mathematik: der neue Mensch, der von Jesus genötig wird, das Gute zu tun, und der alte Mensch, der sich zum Unrecht hingezogen fühlt und nichts dazulernt.
Vollkommen in Ordnung gebracht wird der Mensch, sofern er oder sie sich zu Lebzeiten dieses neue Herz von Jesus geben lässt, erst nach dem Tod. Sprich - für die, die (durch den Sohn von Gott) reinkommen: im Himmel. Da ist es dann unmöglich, Böses zu tun. Und die Menschen haben endlich “gelernt” - bzw. richtiger: wurden umgewandelt.
Zurück zur Erde:
In der Praxis - hier auf der Erde - sind die Leute, die sich von Jesus regieren lassen, immer noch in der Lage, Böses zu tun. Leider. Aber die Richtung geht in der Regel tendeziell mehr zum Guten. (Was nicht bedeutet, dass die Menschen an sich irgenwie “besser” wären.)
Zwei Beispielgebiete, die das eindrücklich zeigen (auch wenn’s eher besondere Beispiele sind):
In der Praxis ist es so, dass der Glaube an Jesus schon vielfach Menschen und Situationen wesentlich verändert und umgekrempelt hat. Guck dir in Deutschland die Einführung der Schulen (Bildung für alle) an, die Gründung von diakonischen Einrichtungen, Initiativen gegen soziale Misststände, Krankenhäuser (bsd. in vorigen Jahrhunderten) - oft ging die Initiative von Christen aus, die auf Gott und den Himmel hinwiesen - aber auch in der Not der Leute hier auf der Erde engagiert Hilfsinitiativen ins Leben gerufen haben. (Ein Beispiel: Johann Hinrich Wichern)
Auch der Blutrache in einigen Völkern (das Bringst-du-einen-aus-meinem-Clan-um-bringen-wir-einen-aus-deinem-Clan-um-und-ihr-bringt-dann-wieder-einen-von-uns-um-Prinzip) wurde oft erst dadurch gewehrt, dass sich Einzelne oder mehrere aus diese Völkern von Jesus bestimmen ließen und daher auf den weiteren Kreislauf der Blutrache verzichteten.
Besonders im zweiten Beispielgebiet (Thema Blutrache) haben die Leute eher nicht aus der Geschichte gelernt - wie man ja eigentlich hoffen könnte. Aus der Geschichte hätte sich in diesem Fall zumeist eine Steigerung der gegenseitigen Rache ergeben.
Der Lerneffekt - korrekter, die Veränderung - wurde dadurch bewirkt, dass sich die Leute (bei vielen sozialen Hilfsinitiativen wie auch beim Verzicht auf (Blut-)Rache) von Gott bzw. seinem Sohn sagen ließen, was zu tun ist.
(c) 2008 Ideesamkeit (KSp)
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11.6.2008 von ideesamkeit.
Neulich bei Lifebucks, dem Kaffeehaus für Singles:
„Hallo, was kann ich für Sie tun?“, fragt die Frau hinterm Tresen.
„Hallo, ich bin Murmel-232, ich habe gehört, Sie haben das größte Angebot der Stadt.“
„Ja, dafür sind wir bekannt, was hätten Sie denn gern?“
„Naja, ich hätte gerne einen Mann.“
„Klar, dafür sind wir ja da, aber was für einen hätten Sie denn gern?“
„Ahm.“
„Ist nicht so einfach, ich weiß. Fangen wir mal damit an: Wofür wollen Sie ihn? Für interessante Gespräche, zum Angeben bei Freunden oder für die Befriedigung von sexuellen Bedürfnissen? Soll er gegen die Einsamkeit an Sonntag Nachmittagen sein oder gleich zum Heiraten? Suchen Sie einen Erzeuger für Ihr Wunschkind oder hauptsächlich eine starke Schulter zum Anlehnen?“
„Naja, das mit der Schulter wäre nicht schlecht, die interessanten Gespräche auf jeden Fall auch, Heiraten und Wunschkind muss nicht gleich sein, und das mit den sexuellen Bedürfnissen hat auch etwas Zeit. Einsamkeit, naja, ich bin schon eine ganze Weile Single…“ Ich zögere etwas verlegen. Die Frau lächelt verständnisvoll.
„Natürlich. Da sind Sie hier ganz richtig. Wie alt soll er denn sein, der Mann?“
„So Ende Zwanzig bis höchstens Vierzig wäre optimal.“
Sie tippt auf ihre Tastatur und starrt auf den Monitor vor sich. „In der Altersklasse haben wir ein besonders großes Angebot. Da ist bestimmt einer für Sie dabei. Wie soll er aussehen?“
„Weiß nicht so genau. Ich mag Bärte nicht so. Und er soll nicht gerade mehr Oberweite haben als ich. Und nicht unbedingt kleiner sein als ich.“
„Haarfarbe?“
„Ist egal.“
„Eher muskulös, schlank oder ein Teddybär-Typ?“
„Irgendetwas dazwischen.“
„Okay.“ Sie tippt auf die Tastatur, schaut dann wieder auf. „Bildungsgrad?“
„Nicht so wichtig. Ich möchte mich einfach gut mit ihm unterhalten können. Er sollte also von der Zeitung nicht nur den Sportteil lesen und sich für Vieles interessieren.“
Sie tippt es ein. „Nationalität?“
„Hauptsache er spricht eine Sprache, die ich verstehe und lebt nicht zu weit weg von hier.“
„Gut. Wie steht es mit Familienstand?“
„Er muss natürlich Single sein.“
„Tsss.“ Die Frau verzieht ein wenig das Gesicht. „Geht auch ‚unglücklich verheiratet’ oder ‚fast getrennt lebend’?“
„Eher nicht“, sage ich verunsichert.
Ihr Lächeln wird etwas schmaler, sie seufzt kaum hörbar. „Letzte Kategorie: Religionszugehörigkeit. Haben Sie da irgendwelche Vorlieben?“
„Es wäre mir schon recht, wenn er an Gott glauben würde“, sage ich vorsichtig.
„Verstehe ich“, meint sie zerknirscht, „Spielt es eine Rolle, an welchen Gott er glaubt?“
„Ja, durchaus.“
„Geht auch Taoist, Zeuge Jehovas, Kabbala- Anhänger oder ein Erleuchtetes Kind des Neumondes?“
„Ich hätte schon gerne einen evangelischen Christen.“
Sie blickt auf und ich sehe eine Mischung aus Verärgerung und Mitleid in ihren Augen. „Hören Sie, wir sind die Besten in der Stadt, aber wir sind auch keine Zauberkünstler. Was ich Ihnen empfehlen kann ist dieses Buch: ‚Wie man sein Leben mit zehn Katzen organisiert’ aus dem Langzeitsingle-Verlag. Mit einem Gutschein für eine Jumbo-Packung Katzenstreu zum halben Preis.“
Die Autorin: Murmel-232
Abgedruckt mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin.
—Weitere Texte und Gedichte finden Sie in der Rubrik Text und Gedicht auf www.ideesamkeit.de.
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10.6.2008 von ideesamkeit.
Das Einsendeblatt für eure und Ihre Wortideen arbeitet wieder. (Zuvor war es einige Zeit ausgefallen.) Nach der Instandung - sprich: Instandsetzung oder: Reparatur - traf gleich eine neue Wortschöpfung aus Kindermund ein:
Bummibiefel - gemeint waren Gummmistiefel.
Erfinder/ Einreicher: unbekannt
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4.6.2008 von ideesamkeit.
“Blind sein - Blind schreiben” - Die aktuelle Federwelt, Ausgabe Juli 2008 - eine Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, gibt es jetzt kostenlos zum Runterladen.
Die “Federwelt” - www.federwelt.de - und www.uschtrin.de starten einen Versuchsballon und bieten die aktuelle Ausgabe der Federwelt kostenlos zum Runterladen an. Inhalt: Blindheit und Blindenschrift, Dunkel-Lesungen und weitereTexte rund ums Blindsein oder über blinde Autorinnen und Autoren.
Außerdem: Tipps zur Biografie-Arbeit und nachdenkenswerte Erkenntnisse zum Thema Verlagsgründung.
Auf jeden Fall lesenswert. Die “Federwelt” freut sich natürlich auch über jeden Leser, der eine ein gedrucktes Exemplar erwirbt.
Die “Federwelt”, Juli 2008, zum kostenlosen Runterladen.
Quelle: Rundmail von www.federwelt.de bzw.www.uschtrin.de
Stichwörter: Download, Zeitschrift, kostenlos, Federwelt, Autoren, Blind, schreiben, Verlagsgründung
—Dieser Blog gehört zu www.ideesamkeit.de - Sprache.Vielfalt. Kreativität..
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3.6.2008 von ideesamkeit.
(Worterfindung, Wortwiederbelebung)
glimpfen - ein gutes Wort für jemanden einlegen
Jemanden verunglimpfen ist bekannt, ebenso das dazugehörige Hauptwort “Verunglimpfung”: beleidigen, schmähen. Was aber ist dann eine “Verglimpfung”? Da die Verglimpfung das Gegenteil der Verunglimpfung sein muss, muss eine Verglimpfung eigentlich ein Lob sein. Allerdings hört sich “Verglimpfung” eher an wie sein eigenes Gegenteil, also gleich wie Verunglimpfung.* Daher im Folgenden folgender Alternativvorschlag: Glimpf, beglimpfen
Etwas Abhilfe hinsichtlich der Bedeutung schafft das Herkunftswörterbuch aus der Duden-Reihe (Mannheim, 2.Aufl. 1989):
Glimpf ist eine Mischung aus Nachsicht, Fug und Billigkeit (Angemessenheit). (Dieses Wort ist inzwischen ausgestorben - vielleicht ließe es sich wiederbeleben.)
Unglimpf ist das Gegenteil des Glimpfs, also ein “Mangel an Nachsicht” oder eben Schimpf oder Strenge.
glimpflich (davonkommen) ist ja auch heutzutage noch gebräuchlich.
Soweit das Herkunftwörterbuch.
Statt verglimpfen (positiv) folgender Abwandlungsvorschlag:
jemanden (be)glimpfen bzw. die Beglimpfung könnte demnach heißen: Nachsicht mit jemandem haben, ein gutes Wort für ihn einlegen, jemanden loben. Mit Anlehnung an beschwichtigen.Nur ist “jemanden beschwichtigen” auf den, der verunglimpft, bezogen. Und “jemanden beglimpfen” kommt dem zugute, der verunglimpft wird.
*Eingereicht hat das Wort, das wie sein Gegenteil klingt - Verglimpfung (=Belobigung) - Martin G.
Abwandlung und Erläuterung: Ideesamkeit
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