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10.4.2009 von ideesamkeit.
Das ist ja ein Ding! Welchen Unterschied macht der Gesetzgeber denn zwischen einem Brötchen und einer Torte – verkaufstechnisch gesehen? Und warum ist ein Brötchen in einer Bäckerei ein Brötchen und darf am Ostersonntag nicht verkauft werden – aber ein Brötchen an der Tanke gilt als verkaufsfähiger Proviant? Sachen gibt’s! Die Logik ist in der Tat echt umwerfend.
Die Regelung an sich finde ich aber echt gut – trotz der seltsamen Logik: Das Gesetz geht an dieser Stelle in die richtige Richtung. Klar – Umsatzausfälle am Ostersonntag sind ärgerlich. Und aufgebackene Brötchen möchte zu Ostern auch nicht jeder. Da wären frische Brötchen am Sonntag für Kunde und Bäcker ein Leckerbissen.
Obwohl – haben Sie schon einmal an den Brötchengeber gedacht? Nein, Ihr Arbeitgeber ist nicht gemeint. ;-) Auch die Bäcker in NRW nicht. Singen „wir“ an einem anderen Fest (Erntedank) nicht: „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land. Doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand.“?
Das ist der Brötchengeber: Gott! Gutes Wetter, gutes Getreide, gute Brötchen - das liegt in Gottes Hand. Dürreperioden und sintflutartige Niederschläge aber genauso. Ob wir überhaupt Mehl zum Backen und Brot zu essen haben, liegt an Gott, am „Brötchengeber“ im Himmel.
Einleuchtend fände ich daher folgende Logik: Egal ob Bäcker oder Kunden, wir sind von Gottes Wohlwollen abhängig. Er kann schließlich die Ernteerträge lenken, wie er möchte. Folglich ist es für uns sinnvoll, sich nach diesem Gott zu richten. Und eine seiner Anweisungen lautet: Du sollst am siebten Tag nicht arbeiten.
(Eine Zeitung bemerkte, dass Krankenschwestern ja auch am Sonntag arbeiten müssten. Korrekt. Aber auf frischgebackenes Brot kann man am Sonntag notfalls verzichten – auf die tägliche Krankenpflege nicht. Daher die Ausnahme.)
Ja, das bedeutet unter Umständen Umsatzausfälle. Wenn wir die Sonntagsfreiheit aber nicht beachten – das Ein- und Verkaufsverbot des obersten Scheffs für alle Sonntage im Jahr - könnten die Umsatzeinbußen durch Klimaschänden und Ko. die fehlenden Osterumsätze bei Weitem übersteigen.
Aus Respekt vor Gott und um seine Sympathie – auch wirtschaftlich gesehen – nicht unnötig zu verspielen, sollten Ein- und Verkäufer die Sonntage generell unangetastet lassen. Die Gesetzesänderung in NRW von 2006 geht, zumindest was den Ostersonntag betrifft, in die richtige Richtung.
Die logischen Ungereimtheiten zwischen Brötchen und Torte bzw. Bäckerei und frischen Brötchen an der Tankstelle sollten noch nachgebessert werden. Ebenso wie die übrigen Sonntage im Jahr, an denen der Verkauf ebenfalls entfallen sollte – dem „Brötchengeber“ im Himmel zuliebe.
Ideesamkeit
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Die Landesregierung NRW hat 2006 durch ein Gesetz den Verkauf frischer Brötchen in Bäckereien am Ostersonntag untersagt. Torten jedoch dürfen verkauft werden. Für Tankstellen ist auch der Verkauf von Brötchen als ‘Proviant’ gestattet. An den übrigen Sonntagen im Jahr wiederum dürfen frische Brötchen verkauft werden. - Der obige Beitrag bezieht sich auf einen Artikel des Westfalen-Blattes vom 09.04.2009. Über die Einzelheiten des Gesetzes möge sich der interessierte Leser u. a. dort informieren.
Schlagworte: verkaufsoffener Sonntag, Ladenöffnungszeiten, Zehn Gebote
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10.4.2009 von ideesamkeit.
Sachen gibt’s: Kuchen darf man kaufen, der Brötchen-Erwerb am Ostersonntag ist verboten – aber zusammen mit einem Stück Käse lassen sich die Brötchen zu Ostern dann doch wieder ergattern. Verstehe das, wer will.
Klar, dass angesichts dieser „himmelschreienden Ungerechtigkeit“, wie der ein oder andere Bäcker in einem Zeitungsbericht zitiert wurde, und angesichts der seltsamen Logik manch einer am liebsten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und anschließend zum Himmel emporstrecken will. Noch dazu, wenn für Tankstellen diese ganzen Vorschriften ungerechterweise nicht gelten.
Apropos Himmel: Ich glaub, so schlecht ist die Regelung mit dem Ostersonntag gar nicht. Singen „wir“ an einem anderen Fest (Erntedank) nicht: „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land. Doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand.“?
Da ist der Himmel schon die richtige Adresse. Wer hat denn die Brotherstellung, oder besser: den Getreideanbau in der Hand? Landwirte, Bäcker und Verbraucher sind auf Gott angewiesen: Wenn Gott gutes Wetter schickt, klappt es mit den frischen Brötchen. Schickt Gott aber Dürre, Unwetter oder sintflutartige Regenfälle, ist die Ernte verhagelt.
Wenn etwas „himmelschreiend“ ist, dann das, dass überhaupt sonntags verkauft wird. Denn das hat der oberste Chef im Himmel eindeutig untersagt. Und da wir – jede und jeder – von diesem himmlischen Brötchengeber abhängig sind, sollten wir die Anweisungen von ganz oben beachten. Wenn wir unnötigerweise Gottes Wohlwollen aufs Spiel setzen, könnte er die Umsatzeinbußen durch Klimaschäden & Co. gegenüber den im Bericht genannten 20 Prozent um ein Vielfaches steigern. (Beispiele dafür finden sich in der Bibel genug.)
Die neue Osterregelung ist daher an dieser Stelle ein Schritt in die richtige Richtung. Die Logik mit Kuchen und Brötchen und die Ungleichbehandlung zwischen Bäckern und Tankstellen mit frischen Backwaren sollte natürlich noch einmal überdacht werden. Am besten wäre eine Regelung in Richtung völlig verkaufsfreier Sonntage, im ganzen Jahr. Dann würden weder Brötchen noch Torte über die Ladentheke wandern – aus Respekt vor Gott.
Ideesamkeit
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Die Landesregierung NRW hat 2006 durch ein Gesetz den Verkauf frischer Brötchen in Bäckereien am Ostersonntag untersagt. Für Tankstellen jedoch ist der Verkauf als ‘Proviant’ gestattet. An den übrigen Sonntagen im Jahr wiederum dürfen frische Brötchen verkauft werden. - Der obige Beitrag bezieht sich auf einen Artikel der Neuen Westfälischen vom 09.04.2009. Über die Einzelheiten des Gesetzes möge sich der interessierte Leser u. a. dort informieren.
Schlagworte: verkaufsoffener Sonntag, Ladenöffnungszeiten, Zehn Gebote
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10.4.2009 von ideesamkeit.
Frage: Die deutsche Sprache ist männlich. Sollte man die Sprache geschlechtergerecht gestalten? - Was ist vom Gender-Mainstreaming zu halten?
Nuja … zuallerst einmal ist *die* *deutsche* *Sprache* - vom Wort her - weiblich!
Daraus lässt sich ableiten: *Wenn* jemand sprachlich benachteiligt ist, dann die Männer.
Apropo: Warum ist “der Mann” männlich, in der Mehrzahl aber klingen *sie* (!) - *die* (!) Männer weiblich?
Ich möchte also zuallererst einmal darauf hinweisen, dass *die* Männer sprachlich gesehen benachteiligt werden und dass wenn, dann diese Benachteiligung abgeschafft werden sollte! ;-)
In der Kürze liegt die Würze:
“Liebe Zuhörer” ist doch viel kürzer als “Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer“. Gendermäßig korrigiert könnte man dann noch zufügen: „Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer und solche Zuhörenden, die bezüglich ihrer Identität noch unentschlossen sind.” Das wäre völlig korrekt. Aber auch ziemlich lang.
Ein einfacheres Beispiel: Sollen wir auch sagen: Liebe Kinderinnen und Kinder?
Wie oben geschildert: Die Sprache ist einfach nicht vollkommen identisch mit den biologischen Gegebenheiten. Wer daraus nun eine Benachteiligung der Frauen konstruiert, hat fatalerweise “*die* Männer” und *ihre* Benachteiligung übersehen. Und das ist auch nicht gerecht.
(Hier,bei den Personalpronomen, wäre ich übrigens schon für eine sprachlich-bio-logisch eindeutigere Unterscheidung. Aber durchsetzen würde sich das wohl nicht ;-))
Die politisch korrigierte Doppelnennung ist jedenfalls relativ umständlich und platzraubend.
Soweit zur Frage.
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Im Stichwort „Gender-Mainstreaming“ steckt noch ein weiterer Hinweis, der mit ins Spiel kommt:
Die Gleichbehandlung von Frau und Mann ist in gewissem Sinne gut. D. h. aber nicht, dass Frauen und Männer auch völlig gleich wären - es gibt numal ein paar Unterschiede. Biologisch, und auch charaktermäßig. Beide, Frauen und Männer, sind gleich viel wert - aber nicht gleich. Beide sind verschieden, aber keiner ist besser als der andere. Das ist Vielfalt und Gerechtigkeit in einem.
Soweit sich der Gender-Debatte entnehmen lässt, geht es beim Gender-Mainstreaming aber nur vordergründig um die Gleichbehandlung von Männern und Frauen. Das ist das vordergründige, kurzfristige Ziel.
Das eigentliche, langfristige Ziel, dass vielen Menschen gar nicht bewusst ist, ist eine *Gleichschaltung*, eine *Gleichmacherei*.
Beim Gendergedanken geht es - langfristig - nicht darum, jeden gerecht zu behandeln. Das Ziel ist, alle Ungleichheiten einzuebnen, sodass es quasi weder männlich noch weiblich gibt.
Das Gendermainstreaming will im Grunde genommen die Grenzen zwischen Mann und Frau abschaffen und abstreiten. Jeder soll alles sein können: “Mann, Frau, trans, bi, - such dir aus, was du sein willst. Alles ist ‘gleich’. Alles ist ‘egal’.”
Dieses Ziel ist die Meisten und den Meisten nicht bekannt, da es nicht so an die große Glocke gehängt wird. Verständlicherweise.
Wenn man um diese langfristige Ziel der Gleichmacherei weiß, ist die Gender-Bewegung *gar nicht mehr* so erstrebenswert.
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Zusätzlicher Hintergrund:
Unterm Strich geht es bei dieser Gender-Bewegung darum, Gottes Anordnung und Idee über dem Haufen zu werfen. Gott schuf den Menschen ja als Mann UND Frau.
Und laut Paulus (in der Bibel) soll in einer Ehe z.B. ein Ehepartner den anderen höher achten als sich selbst - die Frau den Mann, aber auch der Mann die Frau.
Unterdrückung soll also *nicht* sein. In keiner Richtung.
Also: Gegenseitige Achtung, gegenseitiger Respekt, gegenseitiges Zuvorkommendsein – das ist ein erstrebenswertes Ziel.
Trotzdem bleibt die Einteilung in Mann und Frau hier aufer Erde bestehen. (Erst im Himmel wird diese Einteilung von Gott irgendwie aufgehoben.)
Die Gender-Strömung läuft – vom allerletzen Ziel her betrachtet – im Grunde genommen gegen Gottes Einteilungen und damit gegen Gott selber Sturm.
Der Mensch will nichts von Gott wissen – und deshalb wendet er sich gegen Gottes Vorgaben – um Gott eins auszuwischen. Das ist der eigentliche Hintergrund.
Es ist klar, dass das den meisten,auch vielen Befürwortern des Gender-Mainstreaming, wahrscheinlich gar nicht bewusst ist. (D.h., dass auch nicht jeder willentlich gegen Gott Sturm läuft.)
Aber die Genderströmung als Ganzes hat diese Zielrichtung.
Das sollte man beachten, und das ist noch wichtiger, als die sprachlichen Feinheiten in der grammatischen Benennung.
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