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25.11.2009 von ideesamkeit.
Bevor wir mit der Advents- und Weihnachtszeit so richtig loslegen , hier erstmal ein kleiner Wissenstest. Damit die Auswahl-Umfrage nicht allzuschwierig wird, bitte die Fragen vor der weitere Lesetüre anklicken (bzw. sich das richtige Ergebnis denken):
Was heißt Advent - oder womit hat Advent zu tun?
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Welche Antwort ist richtig?
Adventeuer: Advent ist teuer
Das ist sicherlich richtig. Zumal, wenn man in die richtigen Läden geht und das weihnachtliche Zuhause so richtig ausschmückt. Kuchen, Kekse und fünf Butterstollen sind erst der Anfang, auch die glitzernde Weihnachtsdeko liegt noch voll im Rahmen. Der ein oder andere sammelt schon mal leckere Domino-Steine für den nächsten “Domino Day”, und manch einer kauft blühende Weihnachtssterne, die er im Frühjahr mangels weiterer Verwendungsmöglichkeit kompostiert. Das alles liegt vollkommen im Rahmen. Ein richtiges Adventeuer wird die Sache erst, wenn man oder frau den - täuschend echten - Weihnachtsbaum entdeckt. Geniales Gewächs, sieht gut aus, und ist in der richtigen Ausführung kaum von einem echten Weihnachtsbaum zu unterscheiden. Plastikbaum? Von wegen. Die Nadeln sind matt - von Glanz keine Spur. Sogar einige braungewordene Nadeln sind zu entdecken … Für dieses Adventeuer kann man aber auch schon mal locker an die 300 Euronen aufwärts hinblättern.
Dennoch: Advent hat mit “teuer” eigentlich nix zu tun.
“Advent ist im Dezember”
Dieses Motto einer der großen Kirchen spricht für sich. Zu Advent und Weihnachten geht es nicht nur um den ganzen Weihnachtsklimbim und -schnickschnack, sondern es geht um mehr. Weihnachten ist im Dezember! Damit der Klimbim nicht überhandnimmt.
”Advent ist im Dezember”? Man sollte nicht alles glauben. Ein kurzer Blick in den Tagelender ergab: Advent ist im November!* Nicht nur, aber auch. Jedenfalls in diesem Jahr (2009)
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich lade ausdrücklich dazu ein, eine Kirche - sofern das nicht zu eurem Programm gehört - öfter mal von innen zu besuchen. Samt Gottesdienst. Und auch der eigentliche Inhalt von Advent und Weihnachten ist mehr als einen Gedanken wert.
Trotzdem: Man sollte nicht einfach alles glauben. Weder in Predigten, noch in meinen Blogbeiträgen ;-). Wie es schon in der Bibel sinngemäß heißt: Sie - die Hörer - prüften alles, was gepredigt wurde anhand der Bibel (Apostelgeschichte 17, 11). Wer also in einen Gottesdienst - egal welcher kirchlichen oder freikirchlichen Richtung - geht, blättere mal in der Bibel nach, ob das, was gesagt wird, hinkommt.
“Advent ist im Dezember”? Die Aussage ist zwar plakativ, aber - wie ein Blick in den “Tagelender” ergab - nicht so ganz richtig: Advent ist im November! Jedenfalls in diesem Jahr (2009). Nicht nur im November, aber auch.*
* Immerhin räumt die Seite www.advent-ist-im-dezember.de das aber auch ein ;-).
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Advent hat was mit “ankommen” zu tun
“Ankommen” und ”guttun” sind so richtig in Mode gekommen. Wie geht es dir damit? Was macht das mit dir? - Trotzdem: Advent hat natürlich etwas mit “ankommen” zu tun: von lateinisch “advenire” (ankommen).
“Ankunft”, könnte man sagen, “Wartezeit”. Fragt sich nur noch, wer da eigentlich ankommen soll, auf wen wir warten?
Advent heißt Abenteuer
Böööpp! Hat einer den roten “Falsch!”-Knopf gedrückt? Das kann ja nur die falscheste aller Anworten sein. Aber im Ernst: Advent hat tatsächlich etwas mit “Abenteuer” zu tun. Unser Wort Abenteuer - Adventeuer - kommt ebenfall vom lateinischen advenire. *adventura, haben die Sprachwissenschaftler die lateinische Form rekonstruiert. (Das Sternchen steht hier für die Rekonstruktion.)
“Abenteuer” bedeutet: das, was passieren wird. Oder auch: gewagtes Unternehmen (so der Duden, Herkunftswörterbuch). Womit wir wieder bei der Frage wären: Ja, was passiert denn nun? Auf wen sollen wir eigentlich warten?
Die Rede ist - wär hätte das gedacht - von Christkind. Allerdings nicht von dem, das in der Kirche um die Ecke als Holzfigur in der Weihnachtskrippe liegt, sondern von dem echte. Also inzwischen keine (Christ)Kind mehr: Jesus, der Christus.
Da wärn wir wieder beim Abenteuer. Der Name des Christ”kinds” ist mehr als Schall und Rauch. Jesus, hebräisch Jeschua, heißt: “Gott ist Rettung”. Der Name ist Programm. Da die Menschen alleine trotz aller guten Bemühungen keinen Weg zurück zu Gott finden - und das auch gar nicht können (dazu sitzen wir aus Gottes Blickwinkel viel zu sehr in der …), entschließt sich Gott zu einer dramatischen Rettungsakation.
Jesus (”Gott-rettet”), der Sohn von Gott, verlässt das “Land der Lebendigen” - in dem er die Unsterblichkeit besitzt - und kommt als Mensch auf die Erde. In einen Futtertrog, wo grad noch Bauers Viecher raus gefressen haben. Kein Internet, kein fließend Wasser, nix.
Ich möcht wissen, wer von uns Menschen freiwillig den Himmel verlassen würde, um sich auf der Erde Beulen, Krankheiten und dergleichen zuzuziehen. “Bloß” um Menschen zu retten. Also echter Einsatz.
Während sich die Hirten und viele Ärmere freuten, war der damalige Machthaber nicht so sehr begeistert. Der Grund: Er fürchtete um seinen Einfluss. Die Folge: Herodes ließ in un um den Ort Bethlehem die Kleinkinder umbringen, mit dem Ziel, auch Jesus zu erwischen. Das hat, Gott sei Dank, wie die Geschichte gezeigt hat, nicht geklappt.
Kurz und gut: Mit Besinnlichkeit hatte die Rettungsaktion von Jesus-”Gott ist Rettung” außer zu dem Zeitpunkt, wo die Engel gesungen haben, nicht unbedingt viel zu tun. Eher mit Einsatz und Adventeuer - wobei die Betonung auf “teuer” liegt.
Advent ist teuer
Advent, oder zumindest Weihnachten, ist tatsächlich “teuer”. Sprachlich gesehen hat das mit mit teuer nix zu tun. Inhaltlich aber schon. Zumindest für den Erfinder des Advents. Der Einsatz kostete das “Christkind” alle Vorzüge und Annehmlichkeiten im Himmel - und Unsterblichkeit ohne Krankheiten ist mehr wert als 100.000 Sterne. Unterm Strich hat Jesus sogar mit seinem Leben bezahlt (Karfreitag).
Daher sagt Paulus zu denen, die an Jesus glauben, auch: Ihr seid teuer erkauft. Nicht mit Silber oder mit Gold, sondern mit dem Lebens des einzigen völlig unschuldigen Menschen, der diese Erde je betreten hat. (Das sagt ne Menge über unseren Wert aus.)
Advent ist Adventeuer. Zumindest für das Christkind.
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Zusatz:
Advent, Advent ein Lichtlein brennt - weiter weiß ich nicht
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt … Du hast den Text vergessen ? ;-) Kein Problem.
Der Schreiber dieses Beitrages hat das bekannte Adventsgedicht noch einmal ganz neu aufgefrischt: Vier Minuten ist der ursprüngliche Zweizeiler jetzt lang, und als Ein-Mann-Stück zum Vortragen für Feste, Feiern und Gottesdienste im Advent geeignet und in der Praxis erprobt.
Wenn du also wissen möchtest, wie das Gedicht weitergehen könnte ;-) … oder einfach ein gutes Vortragsstück für deine Adventsfeier suchst - Hier wirst du fündig:
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Geschrieben in Glaube & Co., Sprachliches, Mitmach-Wörterbuch, Allgemein | Keine Kommentare »