Infos

Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Ideesamkeit für Dezember, 2009.

Dezember 2009
S M D M D F S
« Nov   Jan »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Archive für Dezember 2009

Minarettverbot in der Schweiz - Kommentar zu Frontal 21

Zum ZDF-Beitrag von Frontal 21: “Um Antwort wird gebeten” vom 8.12.2009 - ein Anmerk (Kommentar)
Frontal 21 - Um Antwort wird gebeten Minarettverbot - und Christen in der Türkei

“Sehr verehrte türkische Regierung: Weil die Schweizer keine neuen Minarette mehr wollen
, ist die Schweiz für sie ein Land der Schande. […]”  Mit dieser Einleitung beginnt die Ausgabe Frontal 21, “Um Antwort wird gebeten” vom 8.12.2009.

Hierzulande und außerhalb der Alpenrepublik erhitzt das schweizer Minarettverbot die Gemüter und wirft Fragen auf: Etwa, wie es mit der Wahrung der politischen Korrektheit steht, ob das Minarettverbot nicht ein Stolperstein im interreligiösen Dialog sei oder - so das Ansinnen von UN und EU - ob man nicht wirkungsvoll gegen den Schweizer Volksentscheid vorgehen könne. Möglicherweise müsse die EU, Focus online zufolge, auch die von ihr selbst durch den Lissabon-Vertrag geplanten Volksabstimmungen infragestellen. Ob das nun aber notwendig ist? Bekanntermaßen lässt man ja die Iren so lange abstimmen, bis das Ergebnis passt. Vielleicht wäre das bei den Schweizern und den Ihren ja auch möglich … ?

Wie dem auch sei: Das Minarettverbot in der Schweiz wirft auch einige Fragen auf, die nicht ganz so gerne gestellt werden:
Setzen wir uns mit der gleichen Ausdauer, mit der hin und wieder staatlicherseits oder sogar kirchlicherseits beim Bau von Moscheen in Deutschland mitgeholfen, wird für den Bau und Erhalt von Kirchen in der Türkei ein? Und wofür stehen eigentlich die Minarette?

Gegenseitiger Respekt - ohne Scheuklappen

Die Antworten können nicht alles über einen Kamm scheren: Es gibt sowohl staatliche als auch kirchliche Würdenträger, die sich beispielsweise für die Rechte der Christen in der Türkei einsetzen.

Auch gegenseitiger Respekt ist im interreligiösen Dialog unbedingt vonnöten. Dennoch heißt das nicht, dass man deshalb auch unangenehme Fragen, die sich stellen, einfach ausblenden dürfte. Denn damit ist auf Dauer niemandem geholfen.

In Frontal 21 - vom 8.12.2009 - stellt das ZDF solche Fragen. Der türkische Ministerpräsident Erdogan hatte den Volksentscheid und das Bauverbot für Minarette in der Schweiz als ein Anzeichen einer “zunehmenden rassistischen und faschistischen Haltung in Europa” bezeichnet (so laut stern.de). Bemerkenswert ist dabei, wie Erdogan selbst die Funktion der Minarette beurteilte. So habe er - laut einem anderen Textinfo auf zdf.de - als Oppositionspolitiker in den neunziger Jahren die Aufgabe der Minarette wie folgt beurteilt:

“Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme”, so hat es der türkische Premier Erdogan, ein Gedicht zitierend, als Oppositionspolitiker in den neunziger Jahren ausgedrückt. (zdf.de)

Das Minarett als Machtanspruch? Vermutlich sind nicht alle Minarette so zu sehen. Aber zumindest zeigt das Zitat, warum der derzeitige türkische Ministerpräsident über einen Baustopp von Minaretten verärgert sein könnte.

Kurz und gut: Frontal 21 legt Fragen auf den Tisch, die auch trotz politischer Korrektheit auf den Tisch müssen. Nicht die über das Minarettverständnis des Ministerpräsidenten - dafür aber andere ebenso gewichtige Fragen. Zum Beispiel: Wie steht es mit der Bauerlaubnis für Kirchen oder mit der Glaubensfreiheit für Christen in der Türkei?

Der Frontal 21-Beitrag vom 8.12.2009 ist unter folgender eAnschrift zu finden:
www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/920850/Christen-in-der-Tuerkei#/beitrag/video/920850/Christen-in-der-Tuerkei

[Werbung]


Quellen,  Stand jeweils vom 22.12.09:

ZDF, Frontal 21, “Um Antwort wird gebeten.”.  Vom 8.12.2009: www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/920850/Christen-in-der-Tuerkei#/beitrag/video/920850/Christen-in-der-Tuerkei

stern.de - Erdogan wirft Schweizern Faschismus vor:
www.stern.de/politik/ausland/minarett-verbot-erdogan-wirft-schweizern-faschismus-vor-1526147.html

focus online - Minarettverbot - UN und EU prüfen Konsequenzen:
www.focus.de/politik/ausland/minarett-verbot-un-und-eu-pruefen-konsequenzen_aid_458949.html

zdf.de: Machtanspruch durch Minarett? v. 4.12.2009
http://forumamfreitag.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,1872,7953997,00.html

Erdo-an (ohne g) -  Zur korrekten Aussprache des Namens:
http://de.wikipedia.org/wiki/Recep_Tayyip_Erdo%C4%9Fan

OWL - Stemwede: Gottesdienst mit Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche. Internationale Krippenausstellung.

  • So., 20.12.2009 - Gottesdienst mit Anba Damian, Generalbischof der Koptisch-Orthodoxen Kirche Deutschland in Stemwede-Levern (Ostwestfalen)

  • Internationale Krippen- und Ikonenausstellung bis zum 3. Januar 2010, Stemwede, Levern

(Kirchenkreis Lübbecke)

Am Sonntag, 20. Dezember 2009, findet in der Stiftskirche zu Levern (Stemwede, Ostwestfalen) ein Gottesdienst statt, in dem der Generalbischof der Koptisch-Orthodoxen Kirche Deutschland, Anba Damian, die Predigt halten wird. Dieser Gottesdienst ist Bestandteil der von „Rila erleben“, dem Kirchenkreis Lübbecke und der Evangelischen Erwachsenenbildung getragenen Veranstaltungsreihe „Die Botschaft in vielen Kulturen“, die sich zum Ziel gesetzt hat, sowohl die künstlerische als auch die theologische Bedeutung von Krippendarstellungen und Ikonen aufzuzeigen.

[Werbung]
Bibelonline – Der Shop der Deutschen Bibelgesellschaft

Bischof Anba Damian ist der höchste Repräsentant der koptisch-orthodoxen Christinnen und Christen in Deutschland. Sein Amtssitz befindet sich im Koptisch-Orthodoxen Kloster in Brenkhausen (Höxter). Gegenstand der Predigt des Bischofs wird eine biblische Geschichte sein, die auf einer der im Kloster befindlichen Ikonen dargestellt ist.

Neben Bischof Anba Damian wirken im Gottesdienst mit Superintendent Dr. Rolf Becker sowie Pfarrer Thomas Horst. In dem Gottesdienst, der um 14:30 Uhr beginnt und von einem Projektchor musikalisch untermalt wird, findet auch eine Taufe statt.

Internationale Krippen- und Ikonenausstellung in Stemwede (bis 3. Januar 2010)

Nach wie vor haben Interessierte Gelegenheit, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe bei „Rila erleben“ in Levern stattfindende Internationale Krippen- und Ikonenausstellung zu besuchen. Die Ausstellung ist noch bis zum 03. Januar 2010 geöffnet. Für weitere Auskünfte steht Pfarrer Jürgen Giszas, Kirchenkreis Lübbecke, gern zur Verfügung.


Text/ Pressemitteilung : MfG. Kirchenkreis Lübbecke

 

[Werbung]


24.12.09 - Bad Oeynhausen (OWL) und Schaumburg-Lippe im Fernsehen

Ostwestfalen und Schaumburg-Lippe im ZDF. Am Heiligabend um 19.15 Uhr zeigt das ZDF Aufnahmen von der deutschen Märchenstraße: u. a. aus dem deutschen Märchenmuseum in Bad Oeynhausen, vom Weihnachtsfest im Schloss Bückeburg und aus der Marktkirche in Rinteln.

In der diesjährigen Folge von “Musik aus dem Weihnachtsland” präsentiert Moderatorin Nina Ruge einen der faszinierendsten Abschnitte der deutschen Märchenstraße, an der viele Schlösser und Burgen gelegen sind. Denn wo sonst sollte man die schönsten Weihnachtslieder mit dem berühmten Rondo Veneziano in historischen Rokoko-Kostümen präsentieren. Und im deutschen Märchenmuseum in Bad Oeynhausen wird ein Märchenerzähler den auf die Bescherung wartenden Kindern die Zeit mit der Geschichte vom “Sterntaler” verkürzen.
“Ich wünsch mir Frieden” heißt passenderweise das Lied vom argentinischen “Echo”-Preisträger Semino Rossi, der berichten wird, wie sich das deutsch-österreichische Weihnachtsfest von dem seiner alten Heimat unterscheidet. Anschließend ist Nina Ruge zu Gast bei S.H.D. Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, der verrät, wie er das Weihnachtsfest in seinem Schloss begeht. Ganz sicher gehört dazu ein Besuch der fürstlichen Hofreitschule, die eine festliche Weihnachtsgala mit erstklassiger Reitkunst präsentiert. Ein kleines Präsent hat Nina Ruge für ihren Gastgeber auf Schloss Bückeburg auch dabei: In der Schlosskapelle singt Vicky Leandros den Klassiker “Süßer die Glocken nie klingen”. Einen weiteren musikalischen Höhepunkt setzen Eva Lind und Björn Casapietra mit dem “Ave Maria”, bevor in der festlich geschmückten Marktkirche von Rinteln der Knabenchor Hannover auf ganz außergewöhnliche Weise “Stille Nacht, heilige Nacht” vortragen wird.

Also - einfach einschalten. Am 24. Christmonat 2009 um 19.15 Uhr im ZDF.Quelle: Text (ohne Einleitung) - laut freundlicher Auskunft des ZDF

[Werbung]


Vergessener Klimafaktor

Klimagipfel, Klimawandel, Koppenhagen - lässt sich die Klimakatastrofe noch stoppen?

Der Klimawandel und der vergessene “Klimafaktor”. Gedanken

Von nix kommt nix. Ob sich ein Einsatz für das Klima lohnt, lässt ein weltweiter Blick auf die Industrieschornsteine erahnen: Während hierzulande die Schornsteine früher kräftig die Luft verpesteten, können wir heute dank Filteranlagen und Vorschriften verhältnismäßig „gut“ durchatmen. Ein Vergleich mit manch einer Industriemetropole in China, in der dichter Smogg und Atemwegserkrankungen an der Tagesordnung sind, zeigt, dass ein Einsatz für die Umwelt durchaus lohnenswert wäre.Die Umwelt also positiv beeinflussen? Ja. Ob sich das Klima aber wirklich retten lässt, sei dahingestellt. Große Ozeanschiffe kriegen bekanntlich nur sehr schwer die Kurve - selbst dann, wenn alle Besatzungsmitglieder in die gleiche Richtung steuern.


Zudem - ein entscheidender „Klimafaktor“ wird in der öffentlichen Diskussion regelmäßig übersehen: Wer beeinflusst unser Klima? Neben Mensch und CO2 gibt es noch einen „Faktor“, korrekter: eine Person, die gewaltigen Einfluss auf den Klimawandel nehmen kann: Gott. Viele biblische Ereignisse wie z. B. die zehn Plagen beim Farao in Ägipten oder die Sintflut und auch ein Gebet des früheren Staatsmannes Salomo anlässlich einer Tempeleinweihung zeigen, dass Gott aktiv auf das Klima Einfluss nimmt. Kein Scherz! Das wirft die Frage auf: Warum kommt Gott in der Klimadiskussion nicht vor?
 


Prinzipiell stehen zwei Wege offen: Wir ignorieren diesen „Klimafaktor“ – den Erfinder des Klimas – in großem Stil. Das führt auf Dauer zu gewaltigen Klimakatastrophen, wie ein Blick in das Buch der Offenbarung zeigt.Oder wir machen als Menschen einen Kniefall – vor Gott. So wie z. B. die in der Bibel beschriebene Stadt Ninive, die auf eine drohende Unheilsankündigung hin mit Mann und Maus Gott als Tonangeber akzeptierte und sich von jeglichem Unrecht fernhielt.Dann haben wir vielleicht die Schanxe, dass Gott die drohende Klimakatastrofe noch einmal zurückhält. 

Der Einsatz gegen Luftverschmutzung und für die CO2-Reduzierung ist notwendig. Ob das Klima dadurch gerettet wird, hängt unterm Strich davon ab, wie wir als Menschen zum Schöpfer der Erde stehen.

Ideesamkeit

Rechtschreibung: folgt schon dem nächsten Rechtschreibwandel

[Werbung]



Schopping am Sonntag: Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zeitgemäß?


Das Bundesverfassungsgericht urteilte, dass die Ladenöffnung an allen vier Adventssonntagen in Berlin nicht verfassungsgemäß sei. Passt dieses Urteil noch in unsere Zeit - ist es zeitgemäß? Ein Anmerk (Kommentar).

Zeitgemäß?!


Wer feiert an Weihnachten seinen Geburtstag? ( ) der Teddybär ( ) ein Berliner Eisbär oder ( ) der Weihnachtsmann? – Bitte ankreuzen.


Zeitgemäß ist das Urteil aus Karlsruhe mit Sicherheit nicht. 24 Stunden, nonstop – das ist das, was im Trend liegt. Eine Reihe von flanierenden Kunden fragt sich, warum um alles in der Welt man jetzt den adventlichen Sonntagsbummel mit Einkaufsmöglichkeit wieder zurücknehmen will. Das ist doch Privatvergnügen - was haben die Kirchen damit zu tun? Und die Bürgersteige ausgerechnet dann hochklappen, wenn bei der gebeutelten Wirtschaft der Umsatz vor der Tür steht – kann das sein?

Die meisten Medaillen haben allerdings zwei Seiten: Was für den einen pures Lebensgefühl ist, bürdet dem anderen die Pflicht auf, auch am Sonntag zu arbeiten. Der Einkaufsbummel am Sonntag ist also kein reines Privatvergnügen: Er streicht denen, die arbeiten müssen, den Advent.

Besonders eindrücklich ist der Praxistest: Wer in der Adventszeit die Chance hat – in manchen Firmen ist das möglich – drei Wochen am Stück durchzuarbeiten – ohne einen einzigen freien Tag, der ahnt, wozu der freie Sonntag gut ist.

Ach ja: Wer hatte jetzt eigentlich an Weihnachten Geburtstag: Knut? Der Weihnachtsmann? … – Da fehlt doch noch wer?! Herzliche Grüße von Jesus, dem Christkind. Hat schon mal jemand nach seiner Meinung gefragt? Der arbeitsfreie siebte Tag war, soweit ich mich entsinne, eine göttliche Idee. (Medizinische Einsätze mal außer Acht gelassen.) Zum Wohle der Menschen. Und diese Einrichtung ausgerechnet zur Geburtstagsfeier des Gottessohnes über den Haufen werfen? Das geht auch nicht.

Ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zeitgemäß? Nö. Zeitgemäß wären 24 Stunden Verfügbarkeit an sieben Tagen, rund um die Uhr. - Zeitgemäß sind aber auch niedrige Löhne und Massenentlassungen. Ist zeitgemäß automatisch gut?

Fazit:Ja! Das Urteil ist zeitgemäß. Trotzdem. Ohne Sonntage würden wir mit der Zeit in einer Art Hamsterrad-Mentalität landen. Da ist es an der Zeit, zwischendurch auch mal aus dem Rad auszusteigen. Und da die Idee mit dem arbeitsfreien Tag im wahrsten Sinne göttlich – von Gott – ist, kommt das Urteil aus Karlsruhe außerdem genau zur richtigen Zeit: als Weihnachtsgeschenk für das Christkind. Zeitgemäß eben!(c) 2009 Ideesamkeit
Weiterführende Knüpfungen und Quellen:

[Werbung]