März 2010
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Bibelübersetzungen: Neuer Wein in neue Schläuche

(Gastbeitrag von Felix Aeschlimann)

„Wer die Formen nie erneuert, steht in Gefahr, den Inhalt zu verlieren.“ Dieser Satz stammt von einem weisen 85-jährigen Evangelisten. Er hat Recht. In brüchigen Schläuchen verliert man den kostbaren Wein, warnt auch Jesus. Ein altes Prinzip, das uns Christen stets herausfordert.

Sprache veraltet

Für unsere Familienandacht war neulich keine moderne Bibelübersetzung vorhanden. So griffen wir zur guten, bewährten Lutherbibel. Jonathan, unser Ältester, las den vorgegebenen Abschnitt, stolperte aber immer wieder über Begriffe, die für ihn weder alltäglich noch bekannt waren. Dabei lasen wir nicht aus der Original-Lutherbibel aus dem Jahr 1534, sondern aus der Ausgabe von 1984! Unsere Teenager sind nicht vertraut mit einer Sprache, die erst ein paar Jahrzehnte alt ist. Um eine Bibel zu übersetzen, brauchen die Fachleute im Schnitt etwa 20 Jahre. Und der Wortschatz der Übersetzer ist jeweils auch schon einige Jahrzehnte alt, denn im Normalfall sind das keine frischen Schulabgänger. So liegen zwischen dem Wortschatz unserer Kinder und der Ausdrucksweise der Bibelübersetzer oft mehr als ein halbes Jahrhundert. Lang genug, um …
Hier weiterlesen: Rubrik Bibelsprüche

Der vorliegende Artikel stammt von Felix Aeschlimann, dem Direktor des sbt Beatenberg, eines Seminars für biblische Theologie in der Schweiz. Übernommen wurde der Text mit freundlicher Genehmigung aus dem Info-Brief Nr. 1, März 2010 des sbt Beatenberg (www.sbt-beatenberg.ch).

Hier vollständigen Artikel anzeigen: Rubrik Bibelsprüche

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1 Antwort auf “Bibelübersetzungen: Neuer Wein in neue Schläuche”

  1. Friedhelm Schulz sagt:

    Alte Schläuche, neuer Wein,
    dies galt für Jesus wohl kaum im Sinne neuer Vokabeln für alte Begriffe, sondern eher umgekehrt: Neue Bedeutung für alte Vokabeln, neue Bedeutung für alte Dogmen, - sicher auch -.
    Wie Paulus richtig stellte, wurde das Alte Testament ja nicht ungültig, sondern im Gegenteil: es wurde erfüllt, aufgerichtet und lebendig. Die ganze Geschichte Israels war praktisch die Vorbereitung auf Jesus. Mit ihm entstand sicher eine neue Begrifflichkeit, die bis heute und bis zum Ende aller Tage gilt als “Weg, Wahrheit und Leben”.
    Mit der unumgänglichen Ordnung der neuen weltweiten Kirche entstanden allerdings auch ganz neue Formen. Die Kirchen sind etwas grundsätzlich anderes als der Staat Israel.
    Wie mit jeder menschlichen Organisationsform droht auch jeder Kirche und Gemeinde mit der unvermeidlichen Routine und Gewohnheit auch eine Formalisierung und damit das Verblassen aller Inhalte.
    Seite des Kommentierenden: jesus-und-kirche.de (Für verlinkte Seiten keinerlei Haftung. Der jeweilige externe Betreiber ist dafür selbst verantwortlich.)

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