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18.5.2011 von ideesamkeit.
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Sehen, um zu hören -
Ehepaar aus OWL plant Buch ohne Wörter
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Ostwestfalen-Lippe - Bad Oeynhausen, (Ideesamkeit.de) – Ein ganz besonderes Buchprojekt stellten am vergangenen Sonntag, dem 15. Mai 2011, Wipawee und Olaf Kaiser aus Detmold in der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) e.V. in Bad Oeynhausen vor: Sie planen ein Buch ohne Wörter.
Die Rede ist von einem Übersetzungprojekt der besonderen Art: Menschen, die nicht hören können, können oft auch nicht lesen - jedenfalls nicht gleich ganze Bücher. Der Grund liegt darin, dass die „Muttersprache“ vieler Gehörlosen, die Gebärdensprache, nicht einfach eine 1:1-Wiedergabe des Hochdeutschen ist. Hochdeutsch und Gebärdensprache verwenden weitgehend eine völlig andere Grammatik, auch wenn alle Sprecher „deutsch“ sprechen.

Du bist gemeint! Und weil ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte, wollen Wipawee und Olaf Kaiser zusammen mit Wycliff e.V. die Bibel in thailändische Gebärdensprache übersetzen. Damit auch die Menschen, die beim Lesen nichts “hören”, verstehen, was gemeint ist.
Das ist in etwa vergleichbar mit Plattdeutsch oder Bairisch einerseits und unserer hochdeutschen Schriftsprache andererseits: Beides ist Deutsch – aber der Satzbau ist unterschiedlich. Die Folge: Ein Mundartsprecher, der ausschließlich Mundart gebraucht, muss das hochdeutsche Buch zuerst einmal im Kopf in seine Mundart übersetzen, bevor der Inhalt sein Herz erreicht. Gehörlosen geht es nicht anders: Auch sie müssen ein Buch in der Schriftsprache erst innerlich in die Grammatik der Gebärdendsprache übertragen, bevor ein wirkliches Verstehen möglich ist - eine für viele Gehörlose unüberwindliche Hürde.
Olaf und Wipawee Kaiser – beide selbst gehörlos – stellten jetzt in Bad Oeynhausen ein Projekt vor, mit dem sie diese Lese-Hürde für andere Gehörlose überwinden wollen: Sie planen eine Buchübersetzung … ohne Wörter! Wie das geht, führten sie in der Landeskirchlichen Gemeinschaft im wahrsten Sinne des Wortes anschaulich vor:

Ob Wipawee Kaiser hier auf Gott “ganz oben” hinweist?
Wer der Gebärdensprache mächtig ist und diese Zeichen kennt,
möge die Kommentar-Funktion nutzen. -
Als Muttersprache spricht Kaiser die Thai-Gebärdensprache
(Thai Sign language).
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Genauso wie Luthers Übersetzung - nur ganz anders.
Literaturverfilmung der besonderen Art
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Das, was die Bibel schriftlich über Gott berichtet, möchten Olaf und Wipawee Kaiser den Gehörlosen in Thailand anschaulich erzählen, “mit Händen und Füßen” sozusagen. Wobei das Ehepaar aus Detmold dank der deutschen bzw. der thailändischen Gebärdensprache auch gut nur mit den Händen zurechtkommt, und ohne Fußakrobatik mit anderen Gehörlosen kommunizieren kann. Dabei gehen die künftigen Bibelübersetzer ähnlich vor, wie Martin Luther vor knapp über 500 Jahren: Zuerst schauen sie den Gehörlosen auf die Hände und erforschen, welche Bedeutungsbreite ein einzelnes Gebärdenwort hat. Dann versuchen sie, den Inhalt der biblischen Berichte in Gebärdensprache zu übersetzen und das Ergebnis einem kleinen Publikum mit der dazu passenden Mimik vorzutragen. Richtig gelesen - denn auch der Gesichtsausdruck der Sprechers wird bei der Gebärdensprache mit eingesetzt. Das Ergebnis wird diskutiert: Haben die Zuschauhörer alles verstanden? Vor allem: Haben sie auch das verstanden, was der Erzählende eigentlich sagen wollte? Das ist keineswegs immer so! Wenn nötig, wird nachgebessert. Zum Schluss wird der übersetzte Abschnitt aus der Bibel gefilmt und - etwas moderner als bei Luther - als Video auf CD an Gebärdensprecher verteilt.
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Wichtig bei dem Projekt sei, so Kaiser, dass die Übersetzung von Gottes guter Nachricht verständlich, genau - und vor allem in der natürlichen Sprache der Gehörlosen rüberkomme. Auch die vielen Schritte der Übersetzungskette sollen mit der neu geplanten Übertragung wesentlich vereinfacht werden: Bisher können gehörlose Menschen nicht direkt das lesen, was in der Bibel steht - sondern sie “lesen” mit den Augen die Wiedergabe eines Gebärdendolmetschers. Dieser hat zuvor den Bibelabschnitt aus dem deutschen Bibeltext übertragen. Und der wiederum ist eine Übersetzung der hebräischen und altgriechischen Schriften, die die damaligen Verfasser im Auftrag Gottes niederschrieben. - Diese Übersetzungkette soll küntig vereinfacht werden: Direkt von den Ursprungsprachen der Bibel in die Gebärdensprache. Ohne Umweg über die (in diesem Falle) thailändische Schriftsprache.

Das Gebärdenzeichen für “Herr”. Die Begeisterung für das Übersetzungprojekt kommt auch ohne gesproche Worte sehr gut rüber.
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Warum ausgerechnet eine Übersetzung der Bibel in die Gebärdensprache? Und dann auch noch in die thailändische?
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Weltweit gibt es nicht nur - wie man denken könnte - eine Gebärdensprache … Weltweit sind - wie Susanne Riderer, Redaktionsleiterin von Wycliff e.V. auf Anfrage mitteilte - über 400 verschiedene Gebärdensprachen in Gebrauch. Ziel von Wycliff sei es, die Bibel möglichst vielen Menschen in der Sprache zugänglich zu machen, “in der sie träumen”. Zurzeit arbeiten weltweit unterschiedliche Werke und Bibelgesellschaften in 1.900 Sprachen an einer Bibelübersetzung. Das seien so viel wie noch nie in der gesamten Kirchengeschichte. Wycliff-Mitarbeiter seien an rund 1.500 dieser Projekte beteiligt.
Daneben gebe es etwa 2.000 weitere Völker, in deren Sprachen wahrscheinlich noch eine Bibelübersetzung gestartet werden müsse.
Könnten diese Menschen nicht einfach eine englische, französische oder spanische Bibel lesen? Gegenfrage: Geht Ihnen der Inhalt einer englischen, französischen oder spanischen Bibel - sofern das nicht Ihre Muttersprache ist - über das grobe Verstehen hinaus wirklich zu Herzen?
Neuland betritt Wycliff dabei mit der Übersetzung der Bibel in eine Sprache “ohne Wörter”: Olaf und Wipawee Kaiser sind die ersten Mitarbeiter von Wycliff Deutschland e.V., die die Bibel in eine Gebärdensprache übersetzen wollen.”Gehörlose fühlen sich oft ausgegrenzt, wertlos, von Gott verlassen.” So beschreibt Kaiser die Gefühle vieler Menschen, die allzu oft mündlich und schriftlich außen vor sind.
Eine Übersetzung in die thailändische Gebärdensprache, so Olaf Kaiser, sei besonders dringend nötig. Im Königreich Thailand gibt es Schätzungen zufolge 600.000 Gehörlose. Und die können mit der thailändischen Hochsprache in aller Regel nicht viel anfangen. Zum Vergleich: In Deutschland leben wesentlich weniger nichthörende Menschen: rund 80.000.
Nicht ganz unwichtig bei der Wahl der Zielsprache dürfte aber auch die Heimat von Kaisers Frau gewesen sein: Wipawee Kaiser stammt aus Bankok, Thailand, wo sie mit vier Jahren durch eine schwere Krankheit ihr Gehör verlor.
Olaf Kaiser, gebürtig aus Ostwestfalen, war von Geburt an gehörlos. Kennengelernt haben sich beide auf einer Bibelschule für Gehörlose in Budapest, Ungarn.
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Nichts gehört - aber alles verstanden
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Olaf und Wipawee Kaiser wollen die Bibel übersetzen - dabei haben noch nie etwas von Jesus Christus gehört. Erstaunlich, dass sie ihr Leben trotzdem unter seine Regie gestellt haben.
Olaf konnte man ursprünglich mit Gott und der Bibel jagen: “Ich musste als Kind die Zeit im Gottesdienst absitzen. Aber ich verstand ja nichts!” Von da an spielte er sonntagsmorgens lieber Fußball - und war auf den christlichen Glauben nicht gut zu sprechen. Wipawee wurde in Bankok buddhistisch erzogen.
Gehört haben beide nie etwas von Jesus. Aber gesehen: Gehörlose Freunde erzählten ihnen in Gebärdenzeichen von Jesus Christus. Aus dem Grund möchten Kaisers nun auch für andere Menschen, die nicht hören (und damit meist auch nicht gut lesen) können, die Bibel in ihrer Muttersprache zugänglich machen. “Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nix hören?” (vgl. Römer 10). Kaisers Antwort sinngemäß: “Wenn Gehörlose die Nachricht von Gott nicht hören können, müssen wir sie ihnen gebärden.”

Olaf und Wipawee Kaiser haben nie etwas von Jesus Christus gehört. Trotzdem haben sie ihr Leben unter seine Regie gestellt. “Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nix hören?” (vgl. Römer 10). Kaisers Antwort sinngemäß: Wenn Gehörlose die Nachricht von Gott nicht hören können, müssen wir sie ihnen gebärden. - Das Gebärdenzeichen im Bild könnte evtl. das Zeichen für Jesus sein?! (Nutzt die Kommentar-Funktion.)
Nach Thailand ausreisen will das Ehepaar aus dem ostwestfälischen Detmold Ende 2011. “Das hängt aber auch davon ab, ob das Projekt von einem Freundeskreis finanziell unterstützt werden kann.”
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Gebärdensprache? Na klar!
Ohne Dolmetscher läuft (fast) nichts
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Gebärdensprache? Na klar! Die meisten Zuschauhörer verstehen
vermutlich kein “Wort”, reden aber unter Anleitung von Olaf Kaiser
sofort begeistert mit. ;-)
Was für Gehörlose die gesprochene Sprache, waren für die hörenden Zuschauhörer die Gebärdenzeichen … Bahnhof! Ohne Dolmetscher läuft da nichts. Daniel Rabanus aus Lemgo übersetzte den gelungenen Vortrag von für Gebärdenzeichen in verständliche, hörbare Worte. Daneben gab es noch eine anschauliche Präsentation, die auch ganz ohne Handzeichen Wissenswertes über das Bibel-Übersetzungsprojekt veranschaulichte.
(Das Rumdirigieren fürs Foto funktioniert dann aber doch auch ohne Deutsche Gebärdensprache ganz gut … ;-) )
Übrigens: Wer als Gehörloser eine Gemeinde sucht, in der er gar keinen Dolmetscher braucht, sollte sich z. B. die Christliche Gehörlosen-Gemeinde in Kirchlengern einmal ansehen (Link unten). - An der Gehörlosenschule in Bielefeld kann man u. a. die Deutsche Gebärdensprache lernen.

Die Besucher der LKG ihrerseits hätten normalerweise
bei dem ein oder anderen Wort in Kaisers Vortrag
auch so ihre Schwierigkeiten mit dem Verstehen.
Damit das Gesamtverständnis der hörenden Gäste
nicht an einzelnen unbekannten Gebärdenzeichen
scheitert ;-), übersetzte Daniel Rabanus aus Lemgo (links)
Kaisers Vortrag in gesprochene Sprache.
So wie einer jungen Besucherin dürfte es den meisten der Zuschauhörer bei dem gelungenen Vortrag gegangen sein: “Echt spannend. Bisher habe ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht, dass Gehörlose Bücher nicht verstehen könnten.”
Und eine ältere Dame aus einer Nachbarstadt meinte, man solle auch ein wenig über den eigenen Tellerrand schauen und nicht nur die eigenen Stunden besuchen. O-Ton: “Man kann nicht Christ sein und nur in seinen eigenen Pötten rumrühren.”
Gestaltet bzw. initiiert wurde der Vortrag in Zusammenarbeit von der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) Bad Oeynhausen e.V., Wycliff Deutschland e.V. und Ideesamkeit.de
Weitere Wissungen
(c) 2011 Text und “Fotos in Gebärdensprache”: Ideesamkeit.de
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P.S.: Aussprachegemäße Rechtschreibung
Die korrekte ;-), aussprachegemäße Rechtschreibung lautet natürlich: Teiland
Geschrieben in Ostwestfalen-Lippe, Glaube & Co., Sprachliches, Allgemein | Keine Kommentare »
15.5.2011 von ideesamkeit.
Herzlichen Glückwunsch nach Aserbeidschan!*
Erstaunlicherweise ist der fröhliche Titel “Rockefeller Street” von Getter Jaani, Estland, mit 44 Punkten nur auf dem vorletzen Platz gelandet. Schade, hätte ein echter Ohrwurm werden können - und laut irgendeiner Radiodurchsage sollen die Berichterstatter des Europäischen Songwettbewerbes diese Lied auch vor sich hingepfiffen haben - weshalb ein Moderator dem Song gute Schanxen einräumte.
Hier also noch einmal “Rockefeller Street”:
* Selbstverständlich werden hier auch Ländernamen in der Regel so geschrieben, wie man sie spricht. (Daher Aserbeidschan statt Aserbaidschan, und - wie Westerwelle in einer Radio-Satire völlig korrekt zitiert wurde: Lübien - das ist die (norddeutsche?) Aussprache von Libyen.)
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Songtexte von Getter Jaani (Eurovision Song Contest 2011 Estland
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13.5.2011 von ideesamkeit.
Bücher sind für Gehörlose schwer zu lesen – ein gehörloses Ehepaar aus Ostwestfalen stellt nun ein Übersetzungsprojekt in thailändische Gebärdensprache vor.
Ostwestfalen-Lippe - Bad Oeynhausen (Ideesamkeit.de) - Olaf und Wipawee Kaiser, ein gehörloses Ehepaar aus Detmold, referieren am 15. Mai 2011 um 19.00 in Bad Oeynhausen im Haus der Landeskirchlichen Gemeinschaft e. V., Wilhelmstr. 45a, über ein ausgefallenes Übersetzungsvorhaben: Sie planen, die Bibel in die thailändische Gebärdensprache zu übersetzen. Ihr Vortrag, zu dem alle Interessierten eingeladen sind, wird von einem Gebärdendolmetscher aus Detmold übersetzt.
Bei ihrem außergewöhnlichen Übersetzungsprojekt unterstützt wird das ursprünglich aus Horn-Bad Meinberg bzw. aus Thailand stammende Ehepaar dabei
von Wycliff e.V., einer Organisation, die sich dafür einsetzt, möglichst vielen Menschen die Bibel in ihrer eigenen Muttersprache zugänglich zu machen.
Weitere Informationen: www.neusamkeiter.ideesamkeit.de/2011/05/07
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10.5.2011 von ideesamkeit.
Ostwestfalen-Lippe - Bad Oeynhausen (Ideesamkeit.de)
Weltweit gibt es über 200 verschiedene Gebärdensprachen. Für Gehörlose ist es sehr schwer, Bücher wie z. B. die Bibel auf Deutsch oder in der jeweiligen Landessprache zu lesen.
Olaf und Wipawee Kaiser, ein gehörloses Ehepaar aus Detmold, Ostwestfalen, wollen nun anderen Gehörlosen helfen, diese sprachliche Hürde zu überwinden.
Zusammen mit Wycliff e.V. - einer Organisation, die Menschen die Bibel in ihrer eigenen Muttersprache zugänglich macht – planen Kaisers, die Bibel in ihre Muttersprache zu übersetzen: in (thailändische) Gebärdensprache. Damit sind Olaf und Wipawee Kaiser die ersten gehörlosen Übersetzer von Wycliff Deutschland überhaupt.
Olaf Kaiser stammt ursprünglich aus Horn-Bad Meinberg, Wipawee Kaiser aus Thailand.
Beide stellen am 15. Mai 2011 um 19.00 in Bad Oeynhausen im Haus der Landeskirchlichen Gemeinschaft e. V., Wilhelmstr. 45a, ihr Übersetzungsprojekt in die thailändische Gebärdensprache vor. Ein Gebärdendolmetscher aus Detmold wird wird den Vortrag übersetzen.
Alle Interessierten sind eingeladen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: www.neusamkeiter.ideesamkeit.de/2011/05/07
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7.5.2011 von ideesamkeit.
Ostwestfalen-Lippe - Bad Oeynhausen (Idees.)
- Sonntag, 15. Mai 2011, 19.00 Uhr. Bad Oeynhausen -
Weltweit gibt es mindestens 200 verschiedene Gebärdensprachen. Für Gehörlose ist es sehr schwer, die Bibel auf Deutsch oder in der jeweiligen Landessprache zu lesen. Die Buchstaben des Alfabets stehen ja für Laute, die Gehörlose nie gehört haben. Wörter sind für sie so schwer zu merken wie für Hörende z. B. Telefonnummern. Deshalb gibt es für Gehörlose die Gebärdensprachen, mit denen sie sich viel leichter verständigen können. (nach Wycliff.de)
Olaf und Wipawee Kaiser, ein gehörloses Ehepaar aus Ostwestfalen, wollen nun anderen Gehörlosen helfen, diese sprachliche Hürde zu überwinden. Zusammen mit Wycliff e.V. - einer Organisation, die möglichst vielen Menschen die Bibel in ihrer eigenen Muttersprache zugänglich machen will - planen Kaisers, die Bibel in ihre Muttersprache zu übersetzen: in (thailändische) Gebärdensprache. Dabei sind Olaf und Wipawee Kaiser die ersten gehörlosen Kanditaten von Wycliff Deutschland überhaupt. Bisher haben Mitarbeiter von Wycliff e.V. die Bibel und Bibelteile in die ausgefallensten Sprachen der Welt übersetzt - jedoch nur in Sprachen, die auch (laut) gesprochen wurden. Das soll sich nun ändern.
Falls Sie gerade über die thailändische Gebärdensprache gestolpert sind: Olaf Kaiser stammt ursprünglich aus dem ostwestfälischen Horn-Bad Meinberg, Wipawee Kaiser aus Thailand. Beide lernten sich in einer Missionsschule kennen.
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Vortrag mit Olaf und Wipawee Kaiser am 15. Mai 2011, 19.00 Uhr in Bad Oeynhausen
Wer sich für das Übersetzungprojekt von Olaf und Wipawee Kaiser, für Thailand oder für Gebärdensprache interessiert: Beide sind am 15. Mai 2011 in Bad Oeynhausen und halten einen Vortrag über ihr Übersetzungsprojekt in die thailändische Gebärdensprache.
Sie sprechen keine Gebärdensprache? Kein Problem: Ein Gebärdendolmetscher aus Detmold wird mit vor Ort sein. Die Veranstaltung findet um 19.00 Uhr in den Räumen der Landeskirchlichen Gemeinschaft e.V. , Wilhelmstr. 45a in Bad Oeynhausen statt.
Quellen und Lesetipps:
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Alle Angaben wie immer ohne Gewähr.
www.ideesamkeit.de
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