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14.7.2010 von ideesamkeit.
Die Spiegelspinne, ”jenes possierliche Tierchen, dass an vielen Autos die Außenspiegel jeden morgen neu mit einem äußerst stabilen Spinnennetz verziert” (Ideesamkeit.de), ist inzwischen in das Szenesprachenwiki des Duden aufgenommden (kurz für: aufgenomm[en wor]den): Spiegelspinne im Duden-Szenesprachenwiki …
Die Wortschöpfung bzw. die Neubedeutung - der Begriff selbst war zuvor schon für technische Geräte in der Sternenkunde in Gebrauch - stammt von Ideesamekeit.de und taucht bereits in einzwei holländischen Blogbeiträgen auf: “Spiegelspinnen zijn die kleine spinnetjes die altijd de zijspiegels van de auto sieren. “ (http://hette.web-log.nl/hette/2009/03/schwere-wrter.html). Weitere Wörtlichungen (Zitate) zur Spiegelspinne: www.spiegelspinne.de
Das Szensprachenwiki von Duden bietet daneben noch eine ganze Menge weiterer interessanter Neuschöpfungen sowie auch Wörter, die schon länger in Gebrauch sind:
So finden sich dort neben dem Ölschlauch, einer Bratwurst, die am Imbissstand in altem Fett gebraten wurde, auch der Strupfel - ein Apfelstrudel, den man durch die Kürzung jetzt viel schneller aussprechen kann, und der sogenannte Spuckschluck, der letzte Rest eines Getränks, der in einer Kola-Flasche oder ähnlichem übrig bleibt.
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Auch für den Bürobereich ist gesorgt: Zassen etwa (oder ein etwas formellerer Vorschlag von Ideesamkeit.de: zeitschreiben) steht für “Zeitaufschriebe machen”, “die Zeit erfassen” oder “die Arbeitszeit einem bestimmten Projekt oder Auftraggeber zuschreiben”.
Wenn Sie selbst ein neues Wort erfunden haben, dass nur Sie, Ihre Familie oder Ihre Freunde kennen, Sind Sie eingeladen, Ihre Wortschöpfung beim Mitmach-Wörterbuch der Worterfindungen von Ideesamkeit.de einzureichen.
Hier gehts zum Einsendeblatt …
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4.1.2010 von ideesamkeit.
Allen Leserinnen und Lesern von www.ideesamkeit.de, www.blog.ideesamkeit.de und www.spiegelspinne.de ein frohes, gesundes und gesegnetes neues Jahr 2010.
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23.11.2009 von ideesamkeit.
Fürs Internet schreiben, Umfragen, Landkarten und Fütterungen (Feeds ;-)) einbauen - ohne sich einen Kopf um den ganzen HTML-Schnickschnack zu machen?
Kein Problem! Eine neue Plattform im Internet bietet genau das an:
Schreiben, Artikel gestalten, Fotos einbauen, Worte wählen - und das alles in der
Muttersprache, ohne dafür erst HTML, MySQL oder anderes Fachchinesisch lernen zu müssen.
Die Plattform für Wissen und Co. ist seit einigen Monaten am Start und
gehört zu den wenigen Lösungen, mit denen selbst Anfänger nach wenigen
Minuten eigene multimediale Artikel erstellen und im Web veröffentlichen
können. Die Zielgruppe sind laut Aussage der Betreiber Menschen, die keine
Zeit, keine Lust oder einfach nicht das “Gewusst-Wie” haben, sich für die
Erstellung professioneller Artikel mit Programmiersprachen und dergleichen
herumzuplagen.
Ideesamkeit.de hat die Probe gemacht und bisher zwei Testbeiträge erstellt:
Ergebnis: Der Einbau der einzelnen Bausteine ist wirklich kinderleicht. Baustein
anklicken, einfügen, hin- und herschieben, passt. Beeindruckend. So spielend
leicht ist das vermutlich nur in wenigen Systemen.
Laut PageWizz können die Benutzern aus 19 verschiedenen Bausteinen auswählen
(u. a. YouTube-Schaubänder (Videos), Flickr-Bilder, Google-Karten, Blog-Nachrichten usw.) und ihre Artikel über zahlreiche Layout-Funktionen nahezu beliebig gestalten.
Der Vorteil: Das Ganze ist zum einen kostenlos - man braucht nix für die Veröffentlichung zu zahlen und obendrein beiteiligt PageWizz die Autorinnen und Autoren an den Werbeeinnahmen. Das dürfte im Unterschied zu vielen Foren etc. etwas Besonders sein. 60 % der Werbeeinnahmen gehen an die Verfasser der jeweiligen Seite. Die AutorInnen haben dabei die Wahl, z. B. Anzeigen von Google-Adsense oder Amazon.com einzeln oder miteinander kombiniert mit in ihre Artikel einzubauen.
Ein zusätzliches Plus:
Wer weitere Autoren für PageWizz.com gewinnt, kann bis zu 10% an den Werbeneinkünften der neuen Verfasser mitverdienen. Diesen Betrag knapsen die Anbieter übrigens von ihrem Einnahmenanteil ab - die neu gewonnenen Autoren selbst bekommen 60%.
Klingt interessant? Hier könnt ihr euch umsehen und anmelden: www.pagewizz.com
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1.4.2009 von ideesamkeit.
“Als je computer kapot is, kan het zijn dat hij gewoon unmausbar is. In eten zitten vaak Haltbarkeiter. Als je naar de kapper gaat, kan het best zijn dat je er jahresringblondiert weer uitkomt. […] Als het warm is, zet je even de Windilator aan.”
“Spiegelspinnen zijn die kleine spinnetjes die altijd de zijspiegels van de auto sieren. “
Mittlerweile tauchen die ersten Wortschöpfungen von Ideesamkeit.de in holländischen (niederländischen) Bloggs auf …
Hier ein Beispiel, dem auch die obige Wortung (Zitat) entnommen ist:
http://hette.web-log.nl/hette/2009/03/schwere-wrter.html
und:
http://hette.web-log.nl/hette/2009/03/schwere-wrter-1.html
(Die Spiegelspinne und der Windilator sind übrigens auch in weiteren holländischen Bloggs bzw. Foren zu finden.)
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Geschrieben in Lustiges, Sprachliches, Mitmach-Wörterbuch, Allgemein | Keine Kommentare »
9.10.2008 von ideesamkeit.
::Wortidee::
Wie nennt man eigentlich Wörter, die ein Sprecher aus dem Stehgreif heraus erfindet, die aber nur ein einziges Mal oder ganz wenige Male tatsächlich gebraucht werden?
Stehgreif-Wörter wäre eigentliche eine passende Bezeichnung, wie mir beim Schreiben dieser Frage gerade in den Sinn kommt. Die Sprachwissenschaft nennt solche Einmal-Begriffe (noch eine spontane Bezeichnung) Gelegenheitsbildungen oder Ockasionalismen (laut Duden mit kk: Okkasionalismen).
Diese Einmal-Begriffe haben den Sinn, dass man ganz spontan etwas benennen kann, wo es kein Wort für gibt, oder wofür der Sprecher kein Wort kennt. Die meisten Stehgreif-Wörter sind daher durchaus praktisch. Man formt ein Wort für hier und jetzt, gebraucht es einzwei Mal, und wenn der Ausdruck nicht mehr benötigt wird, wird er einfach wieder vergessen. Praktisch, gell?
Eine Untergruppe der Einmal-Ausdrücke könnte man auch Wegwerf-Wörter nennen. Dieser Begriff ist allerdings für wirklich unsinnige Wortprägungen reserwiert, z. B. für viel Englizismen ;-), sofern sie für den spontanen Sofort-Gebrauch geschaffen wurden.
Damit hätten wir schonmal einige Gleichwörter (Sünnonüme, Synonyme) für den Ausdruck Gelegenheitsbildung bzw. Okkasionalismus zusammen.
Das schönste aller Wörter für diese flüchtigen Bezeichnungen ist aber - für meinen Geschmack - das Wort
Eintagswörter .
Klingt fast wie Eintagsfliegen? Dieses Wort kam mir tatsächlich anlässlich einer entsprechenden Bemerkung in einer Sendung von LebensAer (WDR 5) in den Sinn. Dort wurden Okkasionalismen erwähnt - Wörter, die, wie in der Sendung geschildert wurde, eben wie Eintagsfliegen (ganz spontan geprägt werden und dann) nur ein paar Tage leben. Und ruckzuck sind die Wortneuheiten schon wieder verschwunden.
Eintagswörter vermitteln, find ich, viel anschaulicher, welche Art von Wörtern gemeint ist, als das Wortungetüm Okkasionalimus. Und Eintagswörter klingen zudem viel leichter und beschwingter als eine Gelegenheitsbildung.
Hier einmal ein tüpisches Eintagswort aus dem Bereich Auto, Technik, Natur. Vielleicht auch ein nicht so tüpisches, denn Eintagswörter zeichnen sich ja gerade dadaurch aus, dass sie nicht alltäglich sind.
Kennen Sie die sogenannte Doppelnetzaufhängung?
Nein? Kein Wunder - schließlich sind PKWs mit Doppelnetzaufhängung äußerst selten. Genaugenommen ist mir diese Sonderausstattung für das Automobil bisher nur ein einziges Mal zu Gesicht gekommen - und daher wird der Begriff Doppelnetzaufhängung für den Sachverhalt, den das folgende Foto zeigt, wohl auch eine echte Eintagsfliege bleiben:
Was sagt man dazu? Wenn man das Bild betrachtet, ist sofort verständlich, wie es beim Anblick eines Autospiegels zu dem Wort Doppelnetzaufhängung kommt. (Klingt sehr technisch.) Aber sonderlich häufig kommt die Doppelnetzaufhängung an Auto-Außenspiegeln nicht vor. Nicht einmal bei Spiegelspinnen. Denn die bauen meistens nur ein einziges Netz. Also wird die Stehgreifbildung Doppelnetzaufhängung aller Voraussicht nach ein Eintagswort bleiben. Schade eigentlich. Aber auch nicht weiter tragisch.
Das also war ein praktisches Beispiel für eine Stehgreifbildung, einen Einmalausdruck, eine Gelegenheitsbildung, eine Eintagsfliege oder eben ein Eintagswort.
Die Spiegelspinne übrigens gilt auch offiziell noch als Eintagsfliege. Kann ja gar nicht sein, denke ich mir: Eine Spiegelspinne ist doch keine Eintagsfliege. Oder etwa doch? Immerhin dürfte ab 50 km/h oder drüber sogar eine Spiegelspinne tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes zur Fliege werden - wenn sie nicht rechtzeitig vor dem Fahrtwind in der Verkleidung des Außenspiegels Zuflucht sucht.
Rein sprachlich gilt die Spiegelspinne derzeit als Eintagswort, obwohl sie schon hier und da im Internetz auftaucht. Da es aber Spinnen, die an Autospiegeln ein Netz installieren, in der Natur des Öfteren gibt, hat die Spiegelspinne vielleicht das Zeug, aus dem Leben als Eintagsfliege herauszukommen und als “echte” Wortschöpfung (bzw. als Neologismus) in unserem Wortschatz heimisch zu werden.
Versuch macht kluch: Wenn Sie beim die Wortneuheit Spiegelspinne im Alltag, in Bloggs, in Zeitungstexten oder anderweitig häufig verwenden, und weitere Leserinnen und Leser ebenso - vielleicht schafft es das Tierchen irgendwann ins allegemeine Netzwerk der in üblichen Wörterbüchern verzeichneten Wörter.
(Kürzlich wurde die Spiegelspinne als Wort sogar in einem holländischen Blogg bzw. Forum gesichtet …)
Weitere Wissungen zur Spiegelspinne finden Sie hier: http://neusamkeiter.ideesamkeit.de/2008/09/25/die-spiegelspinne/
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Zurück zum Eintagswort:
Auch das Eintagswort selber ist nur ein Eintagswort. Es existiert bisher ja gar nicht. Außer in diesem Blogg - und, unabhängig davon entstanden - zweidrei Mal im Internetz. (Einmal auf einer spanischen Seite (”Eintagswort”), rund zweimal als “Eintagsworte” und einmal als “Eintagswörter) [1]
Wenn Sie möchten (Wenn ihr möchtet …), dass das Eintagswort kein Eintagswort bleibt, dann hab ich folgenden Vorschlag: Benutzt es recht häufig, bloggt es, berichtet darüber (eine Quellenangabe (www.ideesamkeit.de bzw. http://www.blog.ideesamkeit.de/ wäre supernett) - und vielleicht wird das Eintagswort so häufig verwendet, dass es die Bezeichnung ganz öfflich (offiziell) in die Kategorie Neologismen (Worterfindungen) schafft. Dazu muss es aber oft genug erwähnt sein. Sonst handelt es sich eben nur um eine Eintagsfliege.
Hier noch einmal die Wortneuheiten auf einen Blick:
Eintagswort, Stehgreifbildung, Stehgreifwort, Eintagsfliege, Einmalausdruck, Einmalbegriff - alle diese Ausdrücke sind Gleichwörter (Sünnonüme, Synonyme) für die Gelegenheitsbildung bzw. den Ockasionalismus (Okkasionalismus).
Erfunden von: Ideesamkeit (KSp).
- Wobei es die Eintagsfliege als Wort natürlich längst gibt: Sie hat lediglich eine neue, übertragene Bedeutung hinzugewonnen, ist also eine Neubedeutung. Die Stehgreifbildung und den Einmalausdruck gibt es zum heutigen Zeitpunkt (9. Zehnter 2008) laut Google-Suchgewerkel je ein Mal; der Einmalausdruck bezieht sich bisher aber auf ein Druckdokument. Stehgreifwort und Einmalbegriff tauchen noch ganz nicht auf.
[1] Von der Worterfindung unabhängig gesichte Wortbelege:
Das Eintagswort ist als Wort, wie weiter oben erwähnt, bisher selbst in verschiedenen Fassungen nur höchst selten zu finden. In der Einzahl bisher lediglich irgendwo in einem Anuario de Estudio Filológicos von einem Jaques de Bruyne an der Universidad de Amberes. Dass die Worterfindung ausgerechnent in einem fremdsprachigen Werk auftaucht, kommt mir, wie das ganze Dokument, äußerst spanisch vor ;-).
Die Mehrzahl, Eintagswörter, findet sich in dieser Form bis zum heutigen Tage ebenfalls genau einmal, und zwar an der Uni Gießen in einem Dokument von Franz-Joseph Meißner: www.uni-giessen.de/meissner/download/msd-pdf/9eurlex.pdf
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1. Die Spiegelspinne - Beobachtungen vor der Autofahrt
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Geschrieben in Lustiges, Sprachliches, Mitmach-Wörterbuch, Allgemein | 2 Kommentare »